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Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung. Die Wichtigkeit im Yoga ist die Anti-Angst-Atmung? Bauchatmung.

Ich kann mich noch erinnern, als Jugendlicher habe ich irgendwann gelesen im Faust, „Zwei Seelen schlummern ach in meiner Brust.“ Da habe ich nur gedacht, „Hat der es gut, nur zwei Seelen.“ Ich hatte sicher erheblich mehr. Und eine Weise, mit diesen verschiedenen umzugehen, ist durchaus auch, jeden anzuerkennen, dass er dort auch eine Berechtigung hat. Manche von euch, die Familie und Kinder haben, kennen so ein modernes pädagogisches Instrument, die Familienkonferenz. Wer es nicht kennt und eine Familie hat und manchmal nicht sicher ist, ob das, was er macht, so gut ist, empfehle ich durchaus, sich damit mal auseinanderzusetzen. Im Grund genommen heißt es, die ganze Familie trifft zusammen und das nennt sich dann irgendwie Konferenz und dann spricht man alles aus, jeder sagt, was ihm wichtig ist, es werden Vereinbarungen getroffen, die dann auch verbindlich sind und sei es die Vereinbarung, „Wir überlegen das mal und nächste Woche entscheiden wir dann.“ Aber jeder, und das Interessante ist, bei der wird sogar, der Fünfjährige darf auch was sagen und natürlich sind sie nicht alle gleichberechtigt. Eine Familie ist keine Demokratie, ansonsten sind die Kinder überfordert. Bei manchen Dingen kann es auch voll demokratisch sein, aber es gibt andere, da wäre das nicht angebracht. Und so ähnlich auch können wir eine Gedankenkonferenz einberufen. Und dann könnte man jetzt auch mal überlegen, „Was steckt alles in mir drin?“ und dann hat man die Angst und sagt, „O.k. Angst, sag mal, was ist dir wichtig?“ Dann sagt diese Angst etwas. Und dann sagt man, „Danke.“ Und dann sagt man, „Zweifel, was meinst du?“ Und dann fragt man, „Gibt es noch jemanden, der sich melden will?“ Und dann, wenn alle etwas gesagt haben, dann dankt man allen und dann kann man eine Entscheidung treffen. Und jetzt werden nicht alle das gleiche Stimmrecht haben, sondern hier ist dann Buddhi, wieder diese Unterscheidungskraft, die sagt dann, „So ist es.“ oder wir geben es weiter an Gott und bitten dort um Führung und vielleicht spüren wir plötzlich, „Aha, das ist das Richtige.“ So ist es also erstmal bei der Angst wichtig, zu erkennen, sie hat eine Funktion, aber bei manchen Menschen ist sie etwas zu stark geworden und vermutlich bei fast allen Menschen gibt es irgendeinen Kontext, wo sie zu stark geworden ist. Also, die meisten der hier Anwesenden werden irgendwo erkennen, „Da habe ich eine Angst, die blockiert mich.“ Die ist nicht überall. Die einen haben überhaupt keine Probleme dort im 7. Stock aus dem Fenster zu gucken. Es gibt andere, für die ist das ein Gräuel. Und andere können von einem Haus zu dem anderen dort an den Dächern entlang laufen, aber wehe sie müssen einen fünfminütigen Vortrag geben oder eine Rede auf einer Familienfeier, da sind die einen Monat vorher blockiert. Und der nächste hat überhaupt keine Probleme dort vor tausend Leuten einen Vortrag zu halten, aber wehe er trifft sich mit jemandem unter vier Augen. Also, so hat jeder irgendetwas und das hilft auch, zu erkennen, sich selbst besser anzunehmen. Irgendwo ist die Angst ein bisschen zu stark geworden und dort ist als erstes, zu lernen, sich zu entspannen und gleichmäßig zu atmen. Und was ist die Anti-Angst-Atmung? Bauchatmung. Also das, was ihr die letzten zwei Tage hoffentlich öfters gehört habt in der Entspannung. Einatmen, Bauch hinaus, ausatmen, Bauch hinein. Einatmen, Bauch hinaus, ausatmen, Bauch hinein. Und das muss man erstmal in Entspannungstechniken lernen oder ihr habt es eben gelernt während der Yogastunden, die Anfänger etwas mehr als die Mittelstufe und Fortgeschrittenen, nehme ich an. In den Mittelstufen- und Fortgeschrittenen-Stunden wird oft angenommen, ihr wisst das schon, bei Anfängerstunden wird dort relativ häufig immer wieder gesagt, „Einatmen, Bauch hinaus, ausatmen, Bauch hinein.“ Manchmal sogar auch, die Hand drauf geben. Und richtig Angst haben und gleichmäßig mit dem Bauch zu atmen, geht gar nicht. Ich hatte ja auch mal Betriebswirtschaft studiert und da habe ich auch in Psychologie einige Fächer besucht und da gab es so einen, der hatte ein Anti-Angst-Training entwickelt und das beruhte darauf, Bauchatmung lernen. Er hat gesagt, empirische Studien haben gezeigt, tiefe Bauchatmung und Angst haben, geht nicht zusammen. Menschen, die wirklich richtig Angst haben, können nicht mit dem Bauch atmen und wer tief mit dem Bauch atmet, kann nicht richtig Angst haben. Also müssen wir es lernen, tief mit dem Bauch zu atmen und Menschen, die Angst haben, müssen dann lernen, schrittweise sich in kleine Situationen hineinzubringen, wo sie Angst haben, und trotzdem mit dem Bauch zu atmen und sie merken, die Angst brauchen sie nicht zu haben. Und der hat dann natürlich ein ganzes System entwickelt. Ich habe damals schon Yoga gemacht und war auch schon Yogalehrer und fand deshalb das interessant, dass das das gleiche Konzept ist, was ich bei der Yogalehrerausbildung gehört hatte und dass der dann auch noch gesagt hatte, das sei empirisch erforscht, gerade vor kurzem hat er dort eine Publikation darüber gemacht, was Yogis seit Jahrtausenden wussten. Das ist zwar inzwischen jetzt auch 25 Jahre her, aber die Studie gilt auch heute noch und auf dieser Studie haben eine ganze Menge von Anti-Angst-Trainings-Verhaltenstherapien heutzutage aufgebaut. Also, entweder Bauchatmung oder eine andere Entspannungstechnik lernen und damit dann in die Konfrontation gehen. Bei ihm war es dann halt so, da machte man Rollenspiele und Videos und stellt es sich vor, wie man in diese Situation kommt und atmet weiter gleichmäßig ein und aus. Yogis sagen auch, dass Angst eigentlich was Positives ist und das hilft auch. Angst führt nämlich dazu, dass man mehr Energie hat, auch ein Grund der Angst. Angenommen, man ist müde. Gehen wir mal davon aus, Vorzeitmensch, Steinzeit. Irgendjemand hat gerade Beeren gesammelt und legt sich hin und plötzlich kommt keine Beere, sondern ein Bär auf ihn zu, und er ist gerade müde. Jetzt angenommen, dieser Mensch hätte keine Angst, dann hätte er seine Gene nicht weitergeben können. Angenommen, der Bär wäre wirklich hungrig gewesen, weil der Mensch ihm alle Beeren weggegessen hat, hat er deshalb den Menschen statt den Beeren gefuttert, vielleicht auch die Beeren gefuttert. Und so also, die angstfreieren Menschen haben sich nicht vermehrt. So hat der Mensch also die Angst entwickelt, die sofort zum Flucht-Kampf-Mechanismus führt – manche haben den Ausdruck schon mal gehört – also, die Angst aktiviert und dann kann der Mensch wegrennen oder kämpfen oder sonst etwas tun. Und dieser Effekt ist auch heute noch da. Wenn wir ein bisschen Lampenfieber und ein bisschen Angst haben, es stimuliert und aktiviert. Das Problem ist, beim Menschen führt das oft dazu, dass er dann blockiert ist und da hilft die tiefe Bauchatmung ganz besonders. Also das nächste Mal, wenn ihr vor irgendetwas Angst habt, eigentlich das allererste wäre, freut euch darüber. Seid dankbar, dass ihr dort ein bisschen Angst habt, denn Angst ist Prana, ist Lebensenergie.

Mut entwickeln – Ängste überwinden vom Raja-Yoga-Standpunkt (Geisteskontrolle) aus.

Fangen wir mit den beiden Themen an, die ich euch ja heute Morgen versprochen habe, das war „Angst und Konzentration“ oder „Überwindung von Angst und Konzentration“ und ich will da jetzt nur so ein paar Anregungen geben. Angst ist ein breites Thema. Vom Raja-Yoga-Standpunkt aus können wir Angst überwinden mit eigentlich drei verschiedenen Schritten. Das erste ist, wir lernen, zu entspannen und richtig zu atmen. Zweiter Schritt ist, Mut entwickeln. Und dritter Schritt ist, so genannte Konfrontationstherapie, also das tun, wovor wir Angst haben.

„Überwindung von Angst“. Es gibt im Yoga, um auf dem Weg der Selbstverwirklichung voranzuschreiten, verschiedene Schritte: Mut entwickeln, Bauchatmung…

Ich wollte noch auf eines eingehen und weiter fortsetzen, was ja einige von euch dort angeregt hatten, das ist Überwindung von Angst. Wenn das für euch ein großes Thema ist, will ich euch auch noch ein Buch von Swami Sivananda empfehlen, so ein kleines auch, nennt sich „Überwindung der Furcht“. Das ist wie die Triade der drei Bücher, die es im Deutschen gibt, mit ähnlichem Thema: „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“, „Kraft der Gedanken“ und „Überwindung der Furcht“ Das sind so drei schöne Bücher zum Thema, die sich auch ein bisschen überlagern oder überlappen, aber auch gut ergänzen. Also,  zur Überwindung der Furcht, ist das eine wichtig, Mut entwickeln. Das werde ich heute Nachmittag etwas weiter ausbauen. Das zweite ist, Atemtechniken und Körperhaltung. Und das dritte – ich nenne es jetzt moderndeutsch – Konfrontationstherapie. Also, es gibt einiges, was wir tun können auch auf mentaler Ebene. Mut entwickeln. Und wir hatten dort ja gestern Abend diese Eigenschaftsmeditation gemacht und mit dieser kann man üben. Die findet ihr übrigens auch auf der CD „Meditationstechniken“, da ist auch die Eigenschaftsmeditation mit drauf oder auch in meinem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“, ist sie auch beschrieben und ich habe sie auch gestern aufgenommen, vielleicht wird es auch irgendwann ins Internet gestellt. Da müsst ihr unsere Newsletter beziehen, wenn sie drin steht, werde ich es euch sagen, dann könnt ihr sie sogar kostenlos irgendwo herunterladen. Und ich werde euch vielleicht auch heute Nachmittag das einfach noch mal auf einem Zettel aufschreiben, dass ihr das auch so mitnehmen könnt. Und die Affirmation vor und nach der Tiefenentspannungen allgemein, „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut.“ und beim Aufstehen oder beim Einschlafen. Das hilft, dass dieser Ausdruck des Mutes stärker wird. Über Atemtechnik, Körperhaltung werden wir dann heute Nachmittag sprechen. Konfrontationstherapie heißt, herausfinden, „Wovor habe ich Angst?“ und dann schauen, „Wie könnte ich das denn in kleinen Schritten dort konfrontieren?“ Also, das ist inzwischen auch z.B. bei Phobien etwas ganz Bewährtes, erst die richtige Atmung zu lernen, das ist die Bauchatmung. Das wird durchaus jetzt in der modernen Verhaltenstherapie angewandt und selbst Psychologen anderer Fachrichtung übernehmen das inzwischen. Entspannen lernen, Atmen lernen und dann konfrontieren. Angenommen, jemand hat Angst vor geschlossenen Räumen, den würde man erst in den Sivananda-Saal bringen, mit geschlossenen Türen und dabei entspannen. Vorher konnte er nur bei offenen Fenstern und Türen sein. Der Raum ist groß, es ist nicht so schwer. Dann vielleicht als nächstes in den Saraswati-Raum, der ist ein bisschen kleiner. Und dann irgendwann Aufzug. Und dann vielleicht mit vier Menschen gleichzeitig im Aufzug nach oben. Und das funktioniert schrittweise. Oder angenommen, ihr seid schüchtern, bei eurer Arbeit müsstet ihr aber eigentlich öfters mal größere Vorträge geben. Erste Möglichkeit wäre, wenn ihr in ein Geschäft geht, bittet einfach um Hilfe, anstatt dort eine halbe Stunde durchzutigern und selbst zu finden. Ist nicht so schwierig. Oder wenn ihr auf der Straße seid, bittet darum, dass jemand euch sagt, wie es weitergeht. Und selbst wenn ihr es eigentlich wisst, ihr könnt jemanden fragen, die meisten Menschen geben gerne Auskunft. Und wenn sie das Gefühl haben, sie haben jemandem Auskunft gegeben, dann freuen sie sich, um nach Hause zu gehen. Ich fühle mich immer besser, wenn jemand auf der Straße mich gebeten hat, ich soll ihm mal sagen, wo es hingeht und ich weiß es sogar, dann gehe ich beschwingter als vorher weiter. Man soll es natürlich auch nicht zu sehr missbrauchen, aber das sind so ein paar kleine Dinge und dann spricht man vielleicht in kleineren Gruppen, übt es vielleicht auch vor dem Partner, fünf Minuten eine kleine Rede zu geben und dann vielleicht in einem kleineren Kreis bei Kollegen und irgendwann in einem größeren Kreis. Wie gut das funktioniert, in den letzten Monaten merke ich das bei Hundeerziehung. Wir haben nämlich seit einem halben Jahr einen Hund, der kam aus dem Tierheim, hat vor allem Angst gehabt und insbesondere vor jedem Mann, vor jedem Kind und wenn er in die Nähe von Füßen kam, dann fing er an, am ganzen Körper zu zittern. Und wenn ein Auto vorbeigefahren ist, dann fing er auch an zu zittern, also, er hatte schon sein Problem. Jetzt wäre es falsch gewesen, ihn von allem zu bewahren, es wäre jetzt auch falsch gewesen, mit ihm jetzt als erstes in eine riesengroße Menschmasse hineinzugehen, sondern er hat dann gelernt, Schritt für Schritt immer mehr herangeführt zu werden an größere Menschenmassen. Inzwischen hat er nichts mehr dagegen, mit dem Fuß von mir gestreichelt zu werden, er springt auf meinen Schoß, wenn ich ihm das sage und vor einzelnen Menschen hat er auch keine Angst und letzte Woche ist er sogar mit einem Kind spazieren gegangen. Also, der Hund verliert schrittweise immer mehr Angst. Er wird wahrscheinlich immer ein sensitiver Hund bleiben, vom Temperament ist er eher Vata-Temperament, wer sich mit Ayurveda auskennt. Er guckt immer, wenn irgendwo ein Lärm ist, gehen die Ohren hin. Und da sitzt ein anderer Hund daneben, der langweilt sich einfach nur. Also, Ricky langweilt sich nie, er guckt immer, er ist aufmerksam, aber der Aspekt der Angst, den verlernt er zum einen dadurch, dass er weiß, er ist geborgen, natürlich auch das, und zum anderen wird er immer wieder damit konfrontiert und so wird er immer ruhiger und harmonischer. Das sind also drei Elemente, die ich noch mal heute Nachmittag ansprechen will. Dann will ich noch etwas eingehen auf Konzentration und dann könnt ihr euch auch noch überlegen, worauf ich vielleicht noch besonders eingehe, was euch vielleicht noch gefehlt hat an dem Wochenende, was ihr euch erhofft habt. Und ich werden dann um 12:30 Uhr auch gleich beginnen, was würdet ihr euch noch besonders wünschen, worauf ich eingehe.

Wie geht man mit Misserfolge um? Im Yoga gibt es viele Möglichkeiten. Z.B ein Mantra wiederholen, um Misserfolge umzuwandel.

Auch im Umgang mit dem Partner, ist es auch falsch, zu sagen, „Immer machst du…“ oder „Nie machst du…“, sondern konkret. „Wir hatten letztes Mal ausgemacht, dass wir das und das machen, vorgestern hast du es wieder anders gemacht. Das hat mich irgendwo gestört.“ Also, konkret und durchaus, in einer Partnerschaft wird man dann über die Gefühle sprechen, die das in einem bewirken, denn in einer Partnerschaft sind ja die Gefühle letztlich das Wichtigste, meine ich mindestens. Früher im Mittelalter war das nicht so, da war etwas anderes wichtig, aber Gefühle sind in Partnerschaften wichtig und da ist es gut, über die Gefühle zu sprechen. Das klappt nicht immer in der Arbeitswelt. Wenn ihr einem Kollegen sagt, „Du, wir hatten ausgemacht, dass du das und das machst und dann hast du es gestern nicht gemacht und ich muss zugeben, dass hat mich richtig wütend gemacht.“ Bei manchen Menschen ist das gut, bei anderen, „Der soll mal lernen, über seine Wut hinauszukommen. Emotioneller Typ.“ Ich erzähle es euch deshalb, weil viele haben das von euch wahrscheinlich so gehört. In der Arbeitswelt funktioniert das nicht immer. Da ist es hilfreich, herauszufinden, was bewegt den anderen. Und wenn den nicht Gefühle bewegen, muss man sagen, „Wir hatten das ausgemacht, dass du das und das machst. Du hast es gestern um 15:00 Uhr nicht gemacht, Konsequenz war, ich musste es machen, Konsequenz war, was anderes, was für unser Team wichtig war, konnte ich nicht machen und das reduziert die Effizienz unseres Teams.“ Das sagt ihr jemandem, der effizienzorientiert ist. Und so könnt ihr überlegen, „Was ist dem anderen wichtig?“ Oder es gibt den einen, dem ist wichtig die Reputation. Sagen, „Gestern, das und das war nicht gemacht und irgendwo, wir haben ja gesagt, wir wollen unser Team irgendwie gut dastehen lassen. Das hast du nicht gemacht, das ist unserem Boss bewusst geworden und jetzt hat er wieder die Einstellung, dass wir nicht effektiv sind.“ Ob man das immer genau so sagt, ist eine andere Sache, aber spezifisch sagen und eben auch Konsequenzen dort sagen, bei sich selbst und bei anderen. Aber natürlich, nächster Schritt wäre, neue Vereinbarung treffen. Oder eventuell auch nachfragen, „Das nächste Mal, wie gehe ich damit um?“ Man kann auch bei sich selbst nachfragen, „Das und das habe ich gemacht, dann und dann ist es schief gegangen.“ Man kann auch überlegen, „Warum ist es schief gegangen? War es etwas, was ich selbst zu verantworten hatte?“ Das heißt dann nicht, „Was bin ich für ein schlechter Mensch, jetzt habe ich schon wieder was falsch gemacht.“, sondern, „Wie mache ich es das nächste Mal besser? Oder habe ich einfach diese äußeren Umstände nicht in Betracht gezogen. Oder man hätte es nicht wissen können, ich habe das Beste gemacht, ich lasse los und fange wieder von vorne an.“ Das sind also ein paar Aspekte, wie wir mit Misserfolgen umgehen können. Ich will euch auch noch einen einfachen Aspekt nennen, das ist, ein Mantra verwenden. Ein Mantra, um Misserfolge umzuwandeln, ist „Om Sharvanabhavaya Namah“ oder noch einfacher „Sharavanabhava“. Wir können es gerade mal zusammen sagen, „Sharavanabhava, Sharavanabhava, Sharavanabhava“. Und jetzt mit Enthusiasmus, „Sharavanabhava, Sharavanabhava“. Ihr kennt es vom Jaya Ganesha, „Sharavanabhava Sharavanabhava Sharavanabhava Pahimam Subrahmanya Subrahmanya Subrahmanya Rakshamam“. Also, es ist ein Mantra, wenn man sich was vorgenommen hat, Hindernisse kommen, Erfolge kommen, geht man durch. Klingt auch so, „Sharavanabhava“. Man kann es einfach sprechen, „Sharavanabhava“. Oder du kannst natürlich wie im Jaya Ganesha singen, „Sharavanabhava Sharavanabhava Sharavanabhava Pahimam Subrahmanya Subrahmanya Subrahmanya Rakshamam“. Aber so wie ein Kampfausdruck, „Sharavanabhava“, jetzt erst recht. Aber das Sharavanabhava drück auch noch aus, zum einen selbst Willenskraft zu haben, andererseits aber auch, um Gottes Segen zu bitten. Denn Sharavanabhava ist auch ein Name von Gott, eben in dem Aspekt, der uns hilft, wenn es schwierig wird, weiterzumachen. Genauso auch, gestern war ja auch die Frage, wenn man nicht weiter weiß, was man als nächstes machen will. Es gibt auch ein Mantra, um dort dann Intuition zu bekommen und das nennt sich dann Saraswati. Da würde man allerdings sagen, „Jaya Saraswati“ oder wer das ganze Mantra kennt, „Om Aim Saraswatyai Namah“. Aber was ihr jetzt schon öfters gesungen habt, einfach, „Jaya Saraswati“. Weicher auch sagen, „Jaya Saraswati“. So wie die Frage, „Das habe ich gemacht, das hat nicht funktioniert, wie kann ich es anders angehen?“ So Punkt 4 und Punkt 7, die richtigen Mittel finden oder auch wie, einen offenen Geist zu bewahren. Man kann auch sagen, „Mein Wille ist stark, rein und unbesiegbar. Ich vermag alles durch meinen Willen. Ich habe einen unüberwindlichen Willen.“

Um Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung zu erreichen ist es wichtig, wenn etwas nicht funktioniert rote Flagge zu setzen, und dann schellst möglich in Ordnung bringen.

Vielleicht auch noch etwas, solche Urteile umzuformulieren, ist fast mein tägliches Brot. Immer wieder kommen Menschen zu mir, wenn etwas nicht funktioniert. Menschen kommen selten zu mir, wenn etwas funktioniert. Vielleicht stimmt selbst das nicht so ganz, durchaus, ich kriege ja auch jeden Tag Emails und die Mehrheit sind durchaus Lob-Emails, die werden dann aber von meiner damaligen Sekretärin Rukmini, gleich verschoben, irgendwo in „Sukadev zur Kenntnisnahme“. Und so einmal die Woche gucke ich die mir durch und manchmal freue ich mich dann darüber, eigentlich freue ich mich dann immer darüber. Aber angenommen, dort sagt irgendjemand, irgendetwas funktioniert nicht, dann wird das nicht verschoben in „Sukadev zur Kenntnisnahme“, sondern das wird als ungelesen im Posteingang mit roter Flagge markiert und wenn ich nach zwei Tagen immer noch nicht reagiert habe, wird es ausgedruckt, auf meine In-Bock gelegt und wenn ich selbst dann nicht reagiere, wird es mir auf meine Tastatur gelegt. Und so sind diese Dinge, die nicht funktionieren, sehr viel mehr… Manchmal werden die dann so formuliert, vielleicht nicht mit Email, aber mündlich höre ich dann, „In der Seminarplanung funktioniert nichts.“, endgültig, allgemein. Und dann hake ich mal nach, „Worauf bezieht sich das?“ „Letzte Woche am Dienstag um 16:15 Uhr wurde zweimal der gleiche Yogaraum für zwei verschiedene Yogastunden eingeteilt.“ Also muss man das als Feedback geben. Ich kann jetzt nicht der Seminarplanung ein Feedback geben, „Mir wurde mitgeteilt, bei euch funktioniert nichts.“ Manchmal, wenn ich nicht selbst die Zeit habe, sage ich, „Jemand hat eine Anregung für euch, fragt ihn mal, was dort irgendwie schief gegangen ist.“, also spezifisch. Und natürlich die anderen, wenn man es mal umrechnet, wir haben durchschnittlich am Tag 100 Veranstaltungen, vielleicht auch nur 60, das mal sieben, kommt man auf 500 bis 600 Veranstaltungen. Nehmen wir an, es waren 500 in einer Woche, hatten 499 die korrekten Yogaräume zugeteilt bekommen und eine nicht. Das wäre jetzt nicht spezifisch. Oder irgendjemand erzählt mir, „Ich erreiche euch am Telefon nie.“ Also muss ich jetzt herausfinden, nie, kann nicht sein. Ich sehe nämlich ständig Leute an der Rezeption. Oder, „Euch erreicht man nie.“ Ich sehe ständig Leute, die telefonieren an der Rezeption. Also gehe ich dann zur Bereichsleiterin, sie soll sich mal eine Statistik ausdrucken lassen in unserem Telefoncomputer: Wie viel Prozent der Telefonate kommt an? Wie viele kommen nicht an? Wann sind die großen Probleme. Wo müssen wir es verbessern? Natürlich ist dann noch die Frage, „Wann hast du denn telefoniert?“ „Letzte Woche.“ Oder irgendjemand sagt mir, „Yoga Vidya ist unfreundlich geworden.“ Was muss ich dann machen? „Mit wem hast du wann über was gesprochen?“ Denn Yoga Vidya ist nicht unfreundlich geworden, unsere Mitarbeiter sind im Gegenteil sehr freundlich und wenn ich dort Konversationen überhöre, sind die meistens freundlich, schon deshalb, weil, wer bereit ist, auf viel Geld zu verzichten, um in einer spirituellen Gemeinschaft zu sein, will Menschen dienen und dem geht es darum, Menschen zu helfen. Die Einstellung ist so. Aber manchmal vergreift sich auch jemand im Ton, dann ist es wichtig zu wissen, in welchem Kontext, wann und wie und dann kann man überlegen, „Gut, er hat mal einen schlechten Tag gehabt.“, ich entschuldige mich einfach und belästige jetzt den einen Menschen nicht, der vielleicht noch dazu jetzt gerade in einer schwierigen Situation ist. Und im anderen Kontext, muss ich dann sagen, muss ich eingreifen. Das kennt ihr sicherlich auch in eurem Arbeitskontext, das könnt ihr aber auch im Privatleben machen.

Möchtest du Erfolg im Leben u. Selbstverwirklichung erreichn? Dann entspanne dich, übe etwas Yoga und Meditation, Ayurveda gibt dir auch viele Hilfen. Mache dir bewusst, dass es nicht deine Lebensaufgabe ist, die Ansprüche von äußeren Lebensumständen zu erfüllen. Deine Aufgabe ist dich bestmöglich selbst zu verwirklichen.

Möchtest du Erfolg im Leben u. Selbstverwirklichung erreichn? Dann entspanne dich, übe etwas Yoga und Meditation, Ayurveda gibt dir auch viele Hilfen. Mache dir bewusst, dass es nicht deine Lebensaufgabe ist, die Ansprüche von äußeren Lebensumständen zu erfüllen. Deine Aufgabe ist dich bestmöglich selbst zu verwirklichen.
Triff bewusst die Entscheidung einen Weg zu wählen, der für dich das attraktivste Zukunftsziel ist. Fange sofort an erste Schritte zu unternehmen um die Entscheidung in die Tat umzusetzen. Lass Dich nicht von Ängsten oder Sorgen irritieren. Geh einfach los und sieh nicht zurück.

*Unsere Gedanken werden zu unseren Gefühlen.*Unsere Gefühle werden zu unseren Worten.*Unsere Worte werden zu unseren Taten.*Unsere Taten werden zu unseren Gewohnheiten.*Unsere Gewohnheiten bilden unseren Charakter.*Unser Charakter –> bestimmt unser Schicksal.

Dann gibt es aber auch noch eine nächste Sache und das beruht jetzt sogar auf empirischen Studien. Es gibt manche Menschen, die nach Misserfolgen zusammenkrachen und dann irgendwo nicht mehr richtig neu anfangen und andere, die nach Misserfolgen vielleicht auch eine Periode von Trauer haben, aber dann wieder von vorne anfangen. Und dort hat man festgestellt, wie Leute diese Misserfolge beurteilen, ist ganz unterschiedlich. Und da hat man zwei Gegensatzpaare gehabt und entdeckt. Temporär oder endgültig. Spezifisch oder allgemein. Nehmen wir ein Beispiel. Jetzt gebrauche ich mal ein Beispiel aus dem täglichen Leben. Ihr habt irgendeine Feier angesetzt und vielleicht seid ihr in der Zwischenzeit Vegetarier geworden und wollt euren Freunden, Bekannten, Verwandten auch zeigen, dass das gut schmeckt, habt euch besonders viel Mühe gegeben und ausgerechnet dann ist jemand gekommen und das Essen ist angebrannt. Und jetzt könnt ihr das temporär sagen oder endgültig. „Jedes Mal, wenn ich jemanden einlade, geht es schief.“ oder ihr könnt sagen temporär, „Dieses Mal ist mir das Essen angebrannt.“ Angenommen, ihr sagt, „Jedes Mal, wenn ich koche, geht etwas schief.“, dann hat man keine Lust mehr, zu kochen, oder? Dann kann man aber mal zurückschauen, „Ist das wirklich jedes Mal?“ Es gibt manche Menschen, die verbreiten sofort Katastrophensachen. „Das klappt nie. Ich kriege das nie hin.“ Zwei oder drei Dinge, die sie gemacht haben, sind schief gegangen, „Es klappt nie.“ Wenn ihr das hört, dass ihr etwas zu endgültig macht, statt temporär, dann gibt es zwei entgegengesetzte Möglichkeiten. Die eine widerspricht einigem von dem, was ich so bisher gesagt habe. Aber ich erzähle euch erst die erste Technik, die ist, man argumentiert gegen und zwar durchaus rational. Euer Geist sagt, „Jedes Mal, wenn ich koche und Leute einlade, geht es schief. Es hat keinen Sinn, für Leute etwas zu kochen.“ Und dann kann man sich zurückerinnern und kann sagen, „Vor drei Jahren habe ich mal Leute eingeladen und das Essen war gut. Und vor sechs Jahren auch und vor zwei Monaten eigentlich auch. Und vorgestern hatte ich ja auch ein paar Leute zu Gast.“ Und dann kann man umformulieren, „Heute war es schlecht.“ Eine zweite Möglichkeit ist eine paradoxe Technik und auch, wenn sie den Grundprinzipien des positiven Denkens widerspricht, ist die manchmal bei Menschen, die trotzig sind, hilfreich. Ich habe z.B. festgestellt, wenn man von Menschen ein Bild machen will, gibt es zwei Arten von Menschen. Dem einen muss man sagen, „Lächle!“ und dem anderen muss man sagen, „Mach ein grimmiges Gesicht!“ Beide Formen führen dazu, dass der Mensch gut lächelt. Aber es wirkt auf unterschiedliche Menschen unterschiedlich. Also, wenn bei euch das positive Umformulieren nicht klappt, probiert es einfach mal, es ins Grenzenlose zu übertreiben. „Jedes mal, wenn ich koche, geht alles schief. Noch nie habe ich irgendwie etwas Gutes gekocht in meinem Leben.“ und wenn ihr das so ein paar Mal wiederholt, irgendwann fängt man an zu lachen. Man kann es sogar aufschreiben noch dazu. Habt da keine Angst davor. Wenn es nicht gelingt, es positiv zu formulieren, nutzt euren natürlichen Trotzkopf. Und dann übertreibt es und dann, wenn ihr anfangt zu lächeln innerlich, dann formuliert es neu und sagt, „So und so ist es.“ Nächstes, spezifisch und allgemein. „Ich bin ein schlechter Gastgeber.“ Es kann nämlich durchaus sein, dass ihr feststellt, es ist jetzt tatsächlich das zehnte Mal hintereinander, dass ihr Leute eingeladen habt und es ist schief gegangen. Und wenn ihr ehrlich seid, schmeckt euch euer eigenes Essen auch nicht. Und ihr habt verschiedene Versuche gemacht, es führt jetzt kein Weg daran vorbei, zu sagen, „Kochen ist vielleicht doch nicht das, wo ich am besten bin.“ Aber man muss ja auch kein guter Koch sein. Ich behaupte, Kochen, mindestens könnte man einfach irgendeinem Rezept folgen, vermutlich könnte das doch jeder lernen. Aber es kann auch sein, dass einem viel wichtiger ist, die Gäste zu begrüßen, wenn sie reinkommen, anstatt dass man das Essen bis zur letzten Minute warm hält und genau zu dem spezifischen Moment fertig hat. Und den meisten Gästen ist es auch wichtiger, mit einem zu reden, als das perfekte Essen dann in dem Moment zu haben. Wie auch immer, manchmal kommt man nicht umhin, es ist ein endgültiges Urteil zu fällen, „Kochen ist nicht meine Stärke.“ Jetzt könnte man aber daraus dann ein allgemeines Urteil stellen, „Ich bin ein schlechter Gastgeber.“ oder „Es ist sinnlos, meine Bekannten dazu zu bringen, meinen neuen Lebensstil zu verstehen, ich werde jetzt mit allen brechen.“ Das ist gar nicht so selten, solche ersten Katastrophenstimmungen. Glücklicherweise ändern Menschen das doch nach einer Weile, aber diese Gedanken haben doch erstaunlich viele Menschen erstmal. Oder man kann sagen, „Ich bin ein schlechter Gastgeber.“, ist auch allgemein. Stattdessen spezifisch ist, „Der Kochteil ist bei meinen Einladungen nicht das Großartigste. Ich lade Leute künftig nachmittags ein und bestelle dann in der Vollwertbäckerei ein paar gute Kuchen und um 18:00 Uhr können sie dann nach Hause gehen.“ Oder inzwischen gibt es ja auch viele Naturkostläden und Vollwertrestaurants, die einen Partyservice machen. Und die ein oder andere Freundin ist auch bereit, dort zu kommen und zu kochen. Jetzt könnt ihr gerade mal einen Moment lang überlegen und vielleicht auch mal schriftlich aufschreiben, wann habt ihr mal oder in letzter Zeit, in welchen Kontext neigt ihr dazu, zu endgültige Urteile zu treffen, wo eigentlich ein temporäres Urteil angebracht wäre? Und wann neigt ihr dazu, allgemeine Urteile zu treffen, wo eigentlich ein spezifisches Urteil hilfreich wäre? Und eventuell könnt ihr auch eine neue Formulierung aufschreiben oder daran denken oder euch vornehmen, manchmal hilft es, zu schreiben. Nächste Fortsetzung in einer Woche.

Ayurveda, Yoga und Meditation macht den Willen stark, rein und unbesiegbar. „Ich vermag alles durch meinen Willen. Ich habe einen unüberwindlichen Willen.“ Daraus kommt Kraft, Sicherheit und Zufriedenheit.

Ich glaube, die exakten Worte findet ihr in dem Buch „Konzentration und Meditation“. Und die, die ich euch genannt hatte, sind die, mit denen ich zu Anfang meines spirituellen Weges viel gearbeitet hatte, die waren von Swami Sivananda. Entweder, das wurde irgendwie neu übersetzt – was ich nicht glaube – oder die stehen in einem anderen Buch, vermutlich dann in „Konzentration und Meditation“. Und man kann sie natürlich auch so abwandeln, wie sie einem liegen. Und auch das ist etwas, wenn ihr das öfters mal macht, wird das auch wie so eine Gegengewohnheit. Ihr sagt, „Mir wird alles zu viel. Ich kann nicht mehr und es geht nicht mehr.“ Gut, vielleicht muss man sich auch mal entspannen. Man kann ja erstmal gucken, „War es tatsächlich anstrengend? Ja, ich habe tatsächlich ein paar Tage auf Schlaf verzichtet, weil Kind krank war und Überstunden und noch verschiedenes anderes. Also, ich muss auch einfach mal ein paar Stunden jetzt schlafen und mal loslassen.“ und danach, wenn diese Phase ist, dann kann man wieder anfangen zu sagen, „Mein Wille ist stark, rein und unbesiegbar. Ich vermag alles durch meinen Willen. Ich habe einen unüberwindlichen Willen.“ Und dann kommt dann auch wieder Kraft dort heraus.
Zweiter Aspekt, auf den ich jetzt eingehen wollte, ist der Aspekt vom Misserfolg. Da gibt es mehrere Aspekte. Der eine Aspekt ist – Swami Sivananda hat gerne gesagt, „Failures are steping-stones for success.“ Das heißt, Fehlschläge sind Stufen zum Erfolg. Steps sind Stufen. Steping-Stones, da tritt man so drauf. Eigentlich sind Steping-Stones, wenn man so durch einen Bach durchläuft und früher hat man da nicht immer ganze Brücken gebaut, aber mindestens ein paar Steine rein, um dort durch den Bach trockenen Fußes durchzugehen. Und das sind eben Steine und das können Stolpersteine sein, wenn man nicht aufpasst, aber andererseits sind es die Steine, auf die man steigt, um durch einen Fluss hindurchzugehen. Und so kann man sich auch manchmal fragen, wenn was schief gegangen ist, „Welche Chance liegt in diesem Misserfolg?“ Ich gebe euch mal ein Beispiel. Das zweite Zentrum, was ich geleitet hatte, das Yogazentrum war in Wien gewesen und in diesem Zentrum war, die erste Woche, als ich hinkam – gut, es gab riesengroße Schulden und alle paar Tage hat jemand angerufen, wann wir endlich bezahlen wollen und es kamen die diversesten Mahnungen per Post rein und daneben gab es in einer Woche zwanzig Yogastunden, mit insgesamt vierzehn Yogaschülern. Dort wisst ihr zwei Dinge, erstens, mehr als ein Drittel ist ausgefallen, denn ab und zu mal gab es auch zwei Leute in einer Yogastunde, aber die Mehrheit waren Einzelstunden. Da habe ich wahnsinnig viel gelernt. Ich habe eine ganze Weile täglich zwei Einzelstunden gegeben und in einer Einzelstunde kann man als Yogalehrer sehr, sehr viel lernen. Das hat mir richtig Spaß gemacht. Und ich habe da die Teilnehmer gefragt und ich habe sehr viel auch über therapeutisches Yoga herausgekriegt. Ich habe dort eben richtig mich engagiert, mit dem einzelnen an ihm oder ihr gearbeitet und habe da auch gelernt, große Erfolge damit zu haben. Gerade dadurch, dass nur einer da war. Ich hätte auch sagen können, „Für einen mache ich es nicht. Ich streiche jetzt dass Programm zusammen und wenn nur einer da ist, dann lege ich eine Kassette auf, könnt ihr euch selbst beschäftigen.“ Oder, „Das Yogazentrum ist dem Untergang geweiht. Ich muss jetzt einfach dafür sorgen, dass das Ding geschlossen wird.“ Das war jetzt nicht ein von mir verursachter Misserfolg, aber es war erstmal so und die ersten Dinge haben auch nicht zum Erfolg geführt. Das, was das war, hat mein Unterrichten erheblich positiv beeinflusst und hat in mir überhaupt das Interesse am therapeutischen Yoga erweckt und letztlich auch gezeigt, in welchem Maße das helfen kann. Ich hatte dann nämlich auch sofort danach die Erfolgskontrolle die Woche später, weil die Person wieder einzeln da war. Ich konnte fragen, „Hast du es umgesetzt Zuhause? Hat es dir was gebracht? Was hat dir was gebracht, was hat dir nichts gebracht?“ So könnt ihr öfters herausfinden, „Wie sind Misserfolge etwas Gutes für Erfolg?“ Das ist also die eine Frage, die man sich stellen kann.
Fortsetzung folgt in einer Woche.

Es ist eine gute Sache und bringt viel Erfolg, wirklich zu entscheiden, „Was will ich?“ und dann schauen, „Was sind meine Ziele?“ Ayurveda, Yoga und Meditation gibt Dir dafür die Energie.

Also, wenn ihr nicht sicher seid, ob ihr wirklich zwei Stunden habt, dann sagt ihr halt, „Mindestens fünf Minuten. Stehe ich fünf Minuten früher auf.“ Und das macht ihr dann aber auch. Egal, wie man sich fühlt oder nicht fühlt. Und die ein oder andere sonstige positive Gewohnheit. Wenn ich jetzt von „Wille“ spreche, ist es das. Es ist nicht, wenn Kinder sagen, „Ich will aber.“ und die kluge Mutter sagt tatsächlich, „Du kriegst es trotzdem nicht. Macht nichts.“ Das ist manchmal ein Problem in der heutigen Erziehung, vor allem bei Einzelkindern. Erstens wird das Kind ständig in den Mittelpunkt des Familienuniversums gestellt, vor allem, wenn es noch dazu eine Mutter ist, die Vollzeit Mutter und Hausfrau ist und die heutigen Mütter sind ja gut ausgebildet und geschult und die lesen alles, ihr ganzes Universum kreist sich dann um Kindologie. Kind ist erstens im Mittelpunkt des Universums und zweitens bemühen sich die Eltern, jeden Wunsch des Kindes zu erfüllen und irgendwann kommt das Kind aus dieser beschützten Umgebung heraus und lernt, „Nicht alles geht nach meinen Wünschen.“ Und dann kriegt das Kind richtige Schocks. Und das ist der Vorteil, wenn Kinder keine Einzelkinder sind, schon aus Selbstschutz kann die Mutter den Kindern nicht jeden Wunsch erfüllen, vermutlich auch nicht beim Einzelkind. Und noch weniger, wenn die Mutter noch verschiedenes anderes zu tun hat. Und das ist durchaus was Gutes, dass Kinder etwas lernen, was jetzt in der modernen Psychologie als Frustrationstoleranz bezeichnet wird. Das klingt jetzt moderner. Es gab ja mal eine Phase, da war der Ausdruck „Willenskraft“ überhaupt verpönt, in manchen Kreisen von „Psychologie heute“, aber es kommt dann unter anderem Namen wieder rein. Ich will jetzt nicht zu sehr darauf eingehen. Irgendwann wurde gedacht, glücklich ist man, wenn man seine Wünsche erfüllt. Man muss nur herauskriegen, „Was wünsche ich alles?“ und dann wird alles o.k. Aber Wünsche und Wille ist etwas anderes. Und Prioritäten setzen und sich Ziele setzen und den Zielen nachgehen, egal, wenn das eine oder andere dort dagegen steht. Das ist jetzt ganz modernes psychologisches, verhaltenstherapeutisches und kognitives psychotherapeutisches Wissen und damit ist man wieder bei dem, was Yogis schon genannt hatten. Was man bei Swami Sivananda findet, manchmal klingt es ein bisschen altmodisch heutzutage, es wurde ja übersetzt Anfang der 50er Jahre und inzwischen sind dort zwei Generationen von Psychotherapien, von Psychologien, dort drüber gegangen. Heute würde man es vermutlich etwas anders übersetzen, aber die Weisheit ist weiter da. Also, es ist eine gute Sache, wirklich zu entscheiden, „Was will ich?“ und dann schauen, „Was sind meine Ziele?“ und da eben dieses, zu was wir uns entschieden haben, das ist manchmal entgegengesetzt den Wünschen. Ich hatte gesagt, wer gewinnt. Zum einen gewinnt die Viveka-Shakti oder die Willenskraft, in diesem Sinne, wenn sie stärker ist, wenn sie entwickelt worden ist. Und dort gilt es also öfters mal, sie zu entwickeln, anzuwenden und bewusst zu sagen, „Ich mache das jetzt nicht, einfach deshalb, weil ich es mag.“ Es gibt ja ungesunde Gewohnheiten, oft ist es gut, es erstmal an denen zu trainieren, aber es gibt auch gesunde Dinge, wo man auch mal sagt, „Ich mache das heute mal nicht, einfach um zu zeigen, wer ist Herr im Haus oder wer ist Frau im Haus.“ Frau ist ja Ausdruck für eine Adelige. Früher war Weib der Ausdruck für Frau und Frauen waren nur die Adeligen. Von daher, dieser Ausdruck „Frau“, drückt das Gleiche aus wie „Herr“. Herr und Frau – Mann und Weib war es früher. Also, „Ich bin Frau im Haus.“ Ein zweites ist aber auch, man muss nicht immer den Konfrontationskurs gehen. Eine zweite Sache ist auch, „Mit was identifiziere ich mich? Identifiziere ich mich mit den Wünschen oder identifiziere ich mich mit meiner Willenskraft?“ Das könnt ihr auch sehen, wie sprecht ihr zu euch. Sagt man z.B. – da sagt man vielleicht den Ausdruck „Wille“ anders – „Ich will ein Eis, aber ich sollte nicht.“ Also, womit identifiziert man sich? Mit dem Wunsch nach Eis und das „sollte“ ist dann oft etwas Schwieriges. Stattdessen kann man sagen, „Da ist ein Wunsch nach Eis da, ich will es aber nicht.“ Versteht ihr den Unterschied? Und der Mensch ist durchaus stark beeinflusst von der Art und Weise, wie er zu sich spricht. Also, das nächste Mal, merkt ihr euch, wie ihr zu euch sprecht und formuliert es auch um. So ein paar der Dinge, die ich euch heute Morgen erzählen werde, beruhen durchaus auf solchen Umformulierungen. Also, das nächste Mal schaut, womit bringt ihr den Begriff „ich“ zusammen. Natürlich, auch das nächste ist, wenn da irgendein Wunsch da ist, dann brauche ich nicht zu sehr zu argumentieren. Also angenommen, ihr habt euch entschieden, heute kein Eis zu essen und jetzt kommt der Wunsch nach Eisessen. Viele Menschen machen dann den Fehler, sie wägen dann wieder von neuem ab und stellen ihre Entscheidung in Frage. „Einmal kann doch nicht so schlimm sein. Außerdem ist Eis die kalorienärmste Form, Zucker zu sich zu nehmen. Und außerdem ist es warm, ich habe einen schönen Tag, das eine Mal kann doch nicht so schlimm sein.Also, man kann sich viele Begründungen einfallen lassen, aber hier macht man schon etwas Falsches. Wenn man einen Entschluss getroffen hat, dann wird nicht mehr argumentiert. Natürlich ist es erstmal gut, zu begründen, aber wenn es begründet worden ist, braucht man nicht von neuem zu begründen. Das gilt auch als moderne Form der Kindererziehung. Schon erstmal die Entscheidung begründen, aber dann anschließend nicht wieder von vorne argumentieren. Wenn es einmal entschieden worden ist, dann bleibt das dabei. Und so kann man auch umgehen. Und dann, das nächste kennt ihr auch aus der Kindererziehung. Wenn ein Kind jetzt unbedingt wieder ein Eis haben will, aber ihr wisst, zu viel Zucker ist nicht gut und der Zuckerkonsum war schon ausreichend, dann, was macht man dann? Ablenken, mit was anderem beschäftigen. Also, wenn der Geist an Eis denkt, beschäftigen mit irgendetwas anderem. Überlegt, „Woran kann ich jetzt denken?“ Das kann die Rose sein, die dort wunderschön blüht, es kann sein, einfach ein bisschen schneller gehen, ein bisschen sich auf das Gehen konzentrieren. Es kann sein, sich auf etwas zu freuen, ein Gebet zu was ganz anderem sprechen. Also nicht sprechen, „Bitte lieber Gott, hilf mir, die Eisgier zu überwinden.“, da ist euer Geist wieder mit Eis beschäftigt. Das ist dann nicht ablenken. Sondern stattdessen über irgendwas ganz anderes nachdenken. Und allgemein gilt es, die Willenskraft aufzuladen, mit der einen oder anderen Affirmation und die Affirmation, die ich dort euch genannt hatte, findet ihr in ähnlicher Form in dem Buch „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“. Fortsetzung folgt in einer Woche.

Wille und Mut sind dynamische Seelenkräfte. Wenn sie durch Yoga und Meditation rein und unverrückbar geworden sind, können sie Wunder bewirken.

Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung Teil 5
Entwicklung von Mut und Willenskraft
Ich will heute Morgen etwas sprechen, ein paar Worte noch über „Wille“, dann will ich etwas sprechen über „Misserfolge“ und dann noch etwas sprechen über „Mut“ bzw. „Überwindung von Angst und Schüchternheit.“ Wenn ihr vorher noch eine Frage habt, kann ich auch noch darauf eingehen.
Wenn wir im Raja Yoga von Willenskraft sprechen, da gibt es eigentlich zwei verschiedene Dinge. Es gibt Vasanas und es gibt Iccha. Wobei, wer sich etwas mehr mit Sanskrit auskennt, auch Iccha hat verschiedene Bedeutungen. Aber in diesem Kontext sind Vasanas so Wünsche, die zum Teil aus Gewohnheiten heraus kommen, aus Emotionen, aus Trieben usw., die einfach im Menschen so entstehen. Die natürlich auch ihren Sinn haben. Es ist durchaus sinnvoll, dass man bestimmte Dinge mag und andere nicht mag. Es ist irgendwo so eine Art Spürintelligenz, die der Mensch auch hat. Es ist etwas Gutes, dass wir z.B. in der Natur süße Kräuter mögen und die extrem bitteren nicht. Die süßen haben typischerweise ein paar mehr Kohlenhydrate und der Mensch braucht so was. Und so ist es gut, dass der Mensch diese Wünsche so entwickelt hat. Diese Vasanas würde man dann als Wünsche bezeichnen. Iccha-Shakti dagegen ist die Kraft hinter der Unterscheidungskraft, weshalb sie auch als Buddhi-Shakti oder Viveka-Shakti bezeichnet wird. Es ist die Kraft, mit der wir das, für was wir uns entschieden haben, auch umsetzen. Also angenommen, ihr habt euch entschieden, morgens um 05:45 Uhr aufzustehen, um euren Tag zu beginnen mit Meditation und Asanas, Pranayama. Vielleicht eine Dreiviertelstunde lang, sodass ihr um 06:30 Uhr dann vielleicht eurem Kind was zu Essen machen könnt, dass es dann anschließend zur Schule gehen kann. Ihr nehmt euch vor, „Ich stehe halt eine Dreiviertelstunde früher auf als sonst.“ und das ist also jetzt euer Entschluss. Und dann wacht euer innerer Wecker auf – ihr erinnert euch, ihr habt ihn gestellt auf 05:30 Uhr – und dann kommt jetzt ein Wunsch und der Wunsch ist? Weiterschlafen, Wecker – der wird in fünf Minuten sowieso klingeln – noch mal umstellen auf in einer Dreiviertelstunde. Das ist jetzt der Wunsch. Der Wille ist aber, aufstehen. Wer gewinnt jetzt? Jetzt hängt es davon ab, wer stärker ist, ganz einfach. Also, ist die Buddhi-Shakti oder Viveka-Shakti stärker oder ist es dieser Wunsch, der letztlich aus der Gewohnheit und der Bequemlichkeit heraus kommt. Und allgemein ist es gut, die Dinge, zu denen man sich entschlossen hat, so zu halten, dass man in der Mehrheit der Fälle auch tatsächlich gewinnt, denn wenn er regelmäßig verliert wird er schwächer. Und viele Menschen machen so dieses Alles-Oder-Nichts-Prinzip. Sie kommen dann vielleicht von einem Seminar und sagen, „Ab morgen werde ich jeden Tag zwei Stunden lang Asanas, Pranayama und Meditation üben. Ich werde nur noch gesundes Essen, Vollwertessen aus ökologischem Anbau, essen und ich werde mich nie mehr ärgern.“ Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit ist, ihr seid in einer Woche ein Heiliger und es klappt alles und ihr habt euch noch nie geärgert. Es kann auch sein, dass ihr es eine Woche durchhaltet und danach nicht mehr. Wahrscheinlicher ist es, dass es schon in einer Woche Schwierigkeiten gibt, mindestens mit dem Ärgern, spätestens nach einem Monat mit dem anderen, wenn das für euch alles neu ist und ihr es nicht gewohnt seid, Dinge zu tun, zu denen ihr euch entschlossen habt. Also ist es klüger, man macht sich einfachere Vorsätze. Fortsetzung folgt in einer Woche.