Wissenschaftliche Forschung und Yoga

Wissenschaftliche Forschung und Yoga

In dieser Woche werdet ihr in den Nachmittagsvorträgen vieles hören über schulmedizinische Erklärungsmodelle vom Yoga und auch, was man vielleicht noch machen kann, dass die Yogastunden so beschaffen sind, dass sie noch besser wirken, eben insbesondere vom schulmedizinischen Standpunkt aus. Wir werden dazu heute zunächst ein paar Studien anschauen. Es gibt inzwischen ja mehrere Tausend Studien, die zeigen, Yoga wirkt. Es gab ja, ich glaube vor einem Jahr, so einen Artikel im Focus als Titelgeschichte, „Yoga wirkt.“ Da wurden alle möglichen Studien auch vorgestellt und einige Experten interviewt. Man weiß heute, Yoga hilft, Krankheiten zu heilen, Yoga hilft, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen, Yoga hilft, dass Menschen gesund sind und wenn sie gesund sind, dass sie sich noch gesünder fühlen. Es gibt dazu eben sehr viele Studien und da will ich jetzt so ein paar gleich vorstellen, dafür haben wir ein paar Folien, dazu gibt es auch dieses Handout „Yoga im Spiegel der Wissenschaft“ und es gibt dann auch ein kleines Heftchen, das ihr auch in der Boutique bekommen könnt. Kleines Heftchen, das nennt sich auch „Yoga im Spiegel der Wissenschaft“, herausgegeben vom BDY, da sind so einige Studien erwähnt oder auch, wer auf unsere Internetseite geht und dort in unsere seiteneigene Suchmaschine „wissenschaftliche Studien“ reintippt, der findet da eine Menge von Studien und noch mehr Internetseiten, sodass ihr also sehr vieles sehen könnt, wie Yoga wirkt. Danach will ich auf einige schulmedizinische Erklärungsmodelle eingehen, die es gibt, warum Yoga wirkt und danach werden wir diese schulmedizinischen Erklärungsmodelle in den 14:00 Uhr Vorträgen während dieser Woche weiter ausbauen und dabei auch noch weitere Rückschlüsse ziehen, wie man eben darauf noch mehr Rücksicht nehmen kann, dass Yoga noch besser wirkt. Das ist also so in etwa das Konzept dieser 14:00 Uhr Vorträge während dieser Weiterbildung. Wir werden aber zwischendurch auf andere Erklärungsmodelle auch eingehen. Es gibt eben nicht nur schulmedizinische Erklärungsmodelle, sondern natürlich auch Ayurvedaerklärungsmodell, Kundalini-Yoga-Erklärungsmodell und Raja-Yoga-Erklärungsmodell, wie Yoga wirkt.

Ein Yoga Meister sollte alle Kriterien der Vollkommenheit erfüllen

Daher ist es gut, seinem Leben einen tieferen Sinn zu geben. Und da sind natürlich die guten Hilfen, spirituelle Bücher zu lesen, hier in den Satsang zu gehen, zu Vorträgen von spirituellen Meistern zu gehen, über Gott zu lesen usw. Denn diese tiefe spirituelle Verankerung, die gibt dem Leben einen Sinn, vor dessen Hintergrund jede Krise ihren Sinn hat. Jetzt gibt es auch Möglichkeiten, wie selbst dieser spirituelle Sinn erschüttert werden kann. Und auch das ist wiederum, wenn man Spiritualität eng fasst. Z.B. angenommen, ihr bringt all euren spirituellen Sinn in einen einzigen Meister. Ihr seid überzeugt, der Meister ist vollkommen. „Durch seine Gnade alleine komme ich zur höchsten Vollkommenheit.“ Und insbesondere wenn er noch lebt, habt ihr ein Problem. Wann nämlich? Wenn der sich als nicht ganz so vollkommen herausstellt, wie man ihn vielleicht gemacht hat. Passiert gar nicht so selten. Weshalb zum einen in den alten Schriften, dort gilt, man muss darauf achten, erfüllt ein Meister, der sich vollkommen nennt, wirklich alle Kriterien der Vollkommenheit? Deshalb gibt Krishna in der Bhagavad Gita so viele Kennzeichen eines Vollkommenen. Das ist ein Aspekt. Und dann kann man sagen, dann gibt es Meister, die so vollkommen sind, da kann man wirklich das Vertrauen hineinsetzen und es wird nicht erschüttert. Aber es ist gar nicht so selten in den letzten Jahrzehnten, zwanzig, dreißig Jahren, dass Meister, die als vollkommen dort bezeichnet wurden, doch sehr menschliche Schwächen hatten. Und relativ häufig hatten sie sich selbst gar nicht als so vollkommen angesehen, sondern waren im Gegenteil in ihren Vorträgen recht bescheiden, nur ihre Schüler haben sie hoffnungslos in den Himmel gehoben. Und so sollte man diesen spirituellen Sinn nicht beschränken nur auf einen einzigen Menschen. Ihr dürft mich nicht falsch verstehen. Ich hatte vorher gesagt, zu einem spirituellen Lehrer sich zu richten, ist eine gute Sache, um Rat zu bitten. Im Rahmen der Jaya-Ganesha-Erklärungen habe ich ja von der Warte vieles erzählt. Das ist eine Weise, wie der spirituelle Sinn von Menschen erschüttert werden kann. Aber es ist auch, weil man ihn beschränkt hat auf einen konkreten Menschen. Eine zweite Weise ist auch, wenn man den spirituellen Sinn mit zu vielen Vorurteilen beschränkt, wie er zu sein hat, wie die eigene Entwicklung zu sein hat, wie man selbst zu sein hat. Oder z.B., dass man nie krank werden darf usw. Also, wenn man ihn so beschränkt, dann werden letztlich die Krisen kommen, die zu einer Sinnkrise führen, und selbst eine Sinnkrise ist letztlich etwas Positives. Eine Sinnkrise kann einem helfen, einen zu eng gefassten Sinn weiter zu fassen. Und von daher haben selbst Sinnkrisen ihren Sinn, wenn man sie von einem höheren Sinn aus sieht. Jetzt habe ich zwar sicherlich einen Kantschen Zirkelschluss gemacht, kein philosophisch korrektes Argument, aber ich meine, ein psychologisch korrektes Argument und eines, was vom Spirituellen her man so sehen kann und was sicher auch von Viktor Frankl eben so auch gesehen wurde, wo er sagte, die einzigen wirklichen Krisen im Menschen sind Sinnkrisen und die Sinnkrisen haben den Sinn, dass der Mensch sich zu einem umfassenderen, einem höheren Sinn öffnen kann. Und wenn wir das so sehen und einen Sinn in einer Sinnkrise sehen, dass wir die Art, wie wir Sinn definieren, erweitern, vielleicht, da ich ja jetzt annehme, ihr seid hier zu einem spirituellen Vortrag gekommen, weil ihr selbst mindestens spirituell Suchende seid. Wenn man als spirituell Suchender eine Sinnkrise hat, gilt es, den spirituellen Sinn weiter zu fassen. Vielleicht habt ihr ihn irgendwo zu eng gesehen. Und wenn die Krise keine Sinnkrise ist, dann könnt ihr über spirituellem Sinn dieser Krise den Sinn geben und dann ist Krise das, was als Wandlung bezeichnet wird, als Neuerung, als Öffnung für einen neuen Schritt des Lebens, der persönlichen Entwicklung oder wir können sagen, zur Befreiung hin, um neue Kräfte und Fähigkeiten in sich zu entfalten, neue Erfahrungen zu machen und neue Weisen zu finden, anderen zu dienen.

Neue Fähigkeiten entwickeln, und durch Erfahrungen lernen mit der Praxis von Yoga und Meditation

Und da gilt es, dafür offen zu sein. Statt bestimmten Fähigkeiten vielleicht nachzutrauern, sollte man schauen, welche andere werden gefordert und entwickeln sich. Eine dritte ist, eben Erfahrungen zu machen, und wir können über jede Erfahrung lernen. Und ich schreibe jetzt doch noch die vierte dort hin. Ein vierter Sinn des Lebens ist auch, anderen dienen. Man kann auch sagen, eine Mission im Leben zu erfüllen, kleinere und größere. Und all das, wenn man das von diesem Standpunkt aus sieht, dann, Kinder großzuziehen, ist etwas Großartiges dort. Es fordert Mütter und Väter immer wieder von neuem heraus und bringt auch Mütter und Väter immer wieder aus ihrer Komfortzone heraus. Ich glaube, ihr versteht das. Sie bringen einen auch aus dem Versuch eines gemütlichen Daseins heraus. In den ersten Jahren sowieso und vermutlich in der Teenagerzeit auch wieder und auch bestimmte Verhaftungen an vorgefasste Ideen und Vorstellungen usw. verschwinden. Im Ashram in Bad Meinberg werden immer wieder neue Kinder geboren und manchmal spreche ich mit den Eltern so vorher, dann erzählen sie mir so, wie sie das mit der Kindererziehung machen und wie das so geht und wie man das alles arrangiert und wie das alles so klappen wird. Und diejenigen von euch, die eigene Kinder haben, wissen, es kommt immer anders. Und das ist gut so, das hilft der Befreiung. Da sollte man als yogische werdende Eltern oder neue Eltern oder yogische Eltern nicht denken, man könnte sich doch besser entwickeln, wenn nur die Kinder anders wären. „Meine Kinder halten mich vom Yoga ab.“ Vielleicht halten sie einen ab davon, länger zu meditieren und vielleicht sogar zu schlafen, mindestens im ersten Lebensjahr und manchmal auch später. Aber all das hilft auch der Befreiung und als solches kann man es sehen. Sie helfen einem, neue Kräfte zu entfalten, Fähigkeiten zu entfalten. Wie oft habe ich es erlebt, dass Mitarbeiter im Ashram gesagt haben, sie brauchen ihre sieben Stunden Schlaf und sie brauchen ihren geregelten Tag, ansonsten ginge das nicht. Die beste Weise, diese Vorstellungen zu überwinden und wirklich zu sehen, was man alles kann und mit wie wenig Schlaf man eine gewisse Zeit auskommt, ist, Mutter zu werden. Da kommen neue Kräfte. Gut, manchmal kommt auch, die Kräfte zu entfalten, einfach loszulassen und kaputt zu sein. Auch das ist eine gewisse Fähigkeit. Man macht verschiedene Erfahrungen. Und natürlich, man dient den Kindern und hilft diesen Seelen, in diese Welt hineinzukommen. Und wenn die Kinder aus dem Haus gehen, anstatt zu einer Krise, kann man auch daran wachsen. Man lernt, etwas mehr loszulassen. Obgleich vermutlich eine vollständige Vairagya gegenüber dem eigenen Kind – ich weiß nicht, ob so was möglich ist. Ich weiß nicht, ob so was wünschenswert ist. Aber hier heißt Vairagya eben eher, nicht denken, „es ist mein Kind“, sondern, „eine Seele inkarniert sich und ich habe eine gewisse Aufgabe und unsere Beziehung ist eine besondere“. Und nicht, „ich bestimme über mein Kind“, sondern, „mein Kind kommt auch mit einem bestimmten Karma, mit einem bestimmten Dharma“. Und manchmal entwickeln sich ja Kinder so ganz anders, als die Eltern denken. Und relativ häufig denken sie: „Mein Kind müsste doch nur machen, was ich sage, und dann würde es glücklicher werden.“ Aber Kinder, insbesondere Jugendliche, machen das oft nicht. Hier gilt es auch wieder, loszulassen. Auch das ist eine besondere Fähigkeit, Menschen ihren eigenen Lebensweg gehen zu lassen, der auch Leiden beinhaltet. Das ist ja manchmal das Allerschwierigste. „Wenn du nur glücklich wärst, dann wäre doch alles ok, aber ich sehe doch, du bist unglücklich. Deshalb rate ich dir ja.“ Und wenn eure Eltern euch was raten – kein Elternteil macht das, um euch zu ärgern. Morgen ist ja Muttertag. Mit meiner Mutter telefoniere ich jede Woche, vermutlich fast eine Stunde die Woche verbringe ich irgendwo… Ich verbinde das immer mit Fahrradfahren und Telefonieren – gelobt sei Handy und Flatrate. Ich hoffe, ihr seid nicht schockiert, dass Sukadev auch Multitasking dort macht. Es gibt auch Momente, wo ich einfach die Natur genieße. Und ich führe keine Gespräch, ohne dass sie mir nicht irgendetwas rät. Und es gab Phasen, wo ich mich darüber geärgert habe, was meine Mutter mir geraten hat. Aber inzwischen sehe ich das als Ausdruck ihrer Liebe und sehe auch, oft machen ihre Ratschläge ja auch Sinn. Das heißt, manchmal denke ich auch, sie machen keinen Sinn, aber ich weiß auch, es ist unsinnig, seiner eigenen Mutter zu widersprechen, denn sie meint es ja gut und dann will sie natürlich ihren Sohn irgendwo dazu bringen, das einzusehen. Also nehme ich das an, sehe es als Ausdruck der Liebe und irgendwo ist das schön und oft gibt sie mir dann sehr wertvolle Hinweise.

Retreat Informationen

Ein spirituelles Retreat ist eine grossartige Erfahrung. Ein paar Tage abschalten vom Alltag. Das gibt sofort einen Zugang zu innerer Ruhe und Freude. Es gibt inzwischen viele Orte fuer ein spirituelles Retreat. Es gibt ja ganze Retreat Orte wie z.B. das shivalaya Retreatzentrum bei Yoga Vidya. Es gibt angeleitete Retreats. und viele kloester, buddhistische und christliche, bieten die Moeglichkeiten fuer persoenliche Retreats bzw. innere Einkehr.

Krisen als Wachstum, Sinnfindung durch Yoga Teil 3

Jetzt habe ich einen bestimmten Aspekt von Krisen beleuchtet und vielleicht ist es sogar der wichtigste Aspekt, wie ich meine. Ich könnte noch von so vielen anderen Aspekten erzählen und es gibt ja auch gute Gründe, weshalb die Shivakami eine ganze Woche mit diesem Thema verbringt und mir dann immer sagt, eigentlich müssten wir damit einen Monat verbringen, um wirklich von allen Aspekten und auch mit praktischen Übungen verbinden und mit vielem anderen. Aber es gab einen westlichen Psychologen, den Viktor Frankl, der die Logotherapie entwickelt hat. „Logos“ hat er verstanden im Sinne von „Sinn“. Der griechische Ausdruck „logos“ hat ja verschiedene Bedeutungen und einer ist eben der Sinn. Und er hat dort gesagt, wenn Menschen einen Sinn in ihrem Leben sehen, dann sind sie bereit, nahezu alles dafür zu tun. Und außerdem ist es auch so, dass sie mit allem fertig werden. Wer in seinem Leben einen Sinn sieht, kann mit allem fertig werden. Und damit ist natürlich die schlimmste Krise welche Krise? Die Sinnkrise. Und Sinnkrisen können dann kommen, wenn man den Sinn seines Lebens sehr eng gefasst hat. Wenn man eben z.B. den Sinn seines Lebens sieht, eine Firma aufzubauen. Und dann geht die Firma Bankrott. Was ist dann der Sinn des Lebens? Oder man hat den Sinn des Lebens darin gesehen, eine Firma aufzubauen und irgendwann stellt man diesen Sinn in Frage. Wenn man sich überlegt: „Was hat das jetzt eigentlich für einen Sinn gehabt, dass ich vierzig Jahre meines Lebens oder zwanzig oder dreißig Jahre meines Lebens vierzehn Stunden am Tag gearbeitet habe?“ Oder angenommen, man hat den Sinn seines Lebens gesehen, nur für die Kinder da zu sein. Wann gibt es dann ein Problem? Wenn sie ausziehen. Und zum einen natürlich, Sinn des Lebens, für die Kinder da zu sein, meistens ist der nicht so bedingungslos, sondern z.B., den Kindern ein besseres Leben zu geben, als man selbst hatte. Oder irgendwo: „Genauso gut zu sein, wie meine Eltern zu mir waren.“ Aber ich glaube, die moderne Generation will immer den nächsten ein besseres Leben geben. Wenn das der einzige und der Hauptsinn ist, und nachher entwickeln sich die Kinder anders. Wenn man nämlich den Sinn darin sieht, den Kindern ein besseres Leben zu geben, dann hat man ja oft konkrete Vorstellungen, was ist ein besseres Leben? Und dann anschließend entwickeln sich die Kinder anders, als man denkt. Dann ist plötzlich eine Sinnkrise da. Oder die Kinder sind undankbar. Dann ist eine Sinnkrise da. Oder wenn es der Sinn ist – ihr könnt euch noch verschiedenes andere denken. Jetzt will ich nicht behaupten, dass es sinnlos wäre und dass kein Sinn darin wäre. Nein. Vor kurzem war ja ein spiritueller Freund von mir, der Shanmuk, letztes Wochenende in Bad Meinberg gewesen und er ist auch so einer, der sich für Psychologie interessiert, auch noch mal vor kurzem sein Diplom in Psychologie gemacht hat oder Bachelor nennt sich das in England und der empirischen Psychologie dort irgendwo verpflichtet ist und er hat irgendwo gesagt, Partnerschaften halten länger, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben. Sei es, eine gemeinsame Firma oder das Projekt, die Kinder großzuziehen. Wenn das ein wichtiger Sinn ist, hält die einfach länger. Was nicht heißt, dass die anderen zu Bruch gehen, aber es ist einer der vielen Faktoren, die sich langfristig beziehungsfördernd dort gezeigt haben. Vor kurzem habe ich noch mal auf einer anderen Reise, ich glaube, als ich in den Westerwald gefahren bin, so einen Podcast, eine Hörsendung gehört. Da wurden dreißig empirische Faktoren aufgezählt, die die Dauer von Beziehungen begünstigen. Aber sie sind alle nur begünstigend. Aber das sind alles vorübergehende Sinne im Leben. Es ist durchaus gut, wenn man sich einen höheren Sinn im Leben sucht, wo diese anderen Sinne mit einbezogen sind. Und das ist eben ein Grund, weshalb ich dort auf diesen spirituellen Aspekt der Sinnfindung so viel Zeit verbracht habe. Wenn wir im Leben einen höheren Sinn sehen, nämlich den einen Sinn, wir wollen zum Höchsten kommen und wir gehen davon aus, was auch immer geschieht und was auch immer wir tun, hilft auch dafür. Wenn der zweite Sinn im Leben ist, der irgendwo vielleicht dem untergeordnet ist, unsere Fähigkeiten und Kräfte zu entfalten, und wir davon überzeugt sind, was auch immer kommt, will uns helfen, neue Fähigkeiten und Kräfte zu entfalten, das schafft auch jede Herausforderung im Leben. Übrigens auch dazu gehört, neue Kräfte zu entfalten, denn manchmal verliert man auch die ein oder andere Kraft. Und wenn wir ins fünfte oder sechste oder siebte Lebensjahrzehnt kommen, dann, bestimmte geistige Fähigkeiten werden etwas weniger, bestimmte körperliche Fähigkeiten werden auch weniger. Wir sehen es zwar, z.B. so einer wie Patabijoys, ich glaube, der ist über neunzig inzwischen. Und der kann immer noch alle möglichen fortgeschrittenen Asanas. Aber irgendwo in einem Interview von Iyengar habe ich gelesen, wo er gesagt hat, er würde langsam auch steif werden. Der war dann zwar abgebildet in seinem einundachtzigsten Lebensjahr, wie er noch platt wie eine Flunder auf seinen Beinen ist, aber er sagte, er würde auch langsam steif werden. Das ist alles relativ. Ok, also bestimmte Fähigkeiten werden weniger, aber andere werden mehr.