Wissenschaftliche Forschung und Yoga

Wissenschaftliche Forschung und Yoga

In dieser Woche werdet ihr in den NachmittagsvortrĂ€gen vieles hören ĂŒber schulmedizinische ErklĂ€rungsmodelle vom Yoga und auch, was man vielleicht noch machen kann, dass die Yogastunden so beschaffen sind, dass sie noch besser wirken, eben insbesondere vom schulmedizinischen Standpunkt aus. Wir werden dazu heute zunĂ€chst ein paar Studien anschauen. Es gibt inzwischen ja mehrere Tausend Studien, die zeigen, Yoga wirkt. Es gab ja, ich glaube vor einem Jahr, so einen Artikel im Focus als Titelgeschichte, „Yoga wirkt.“ Da wurden alle möglichen Studien auch vorgestellt und einige Experten interviewt. Man weiß heute, Yoga hilft, Krankheiten zu heilen, Yoga hilft, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen, Yoga hilft, dass Menschen gesund sind und wenn sie gesund sind, dass sie sich noch gesĂŒnder fĂŒhlen. Es gibt dazu eben sehr viele Studien und da will ich jetzt so ein paar gleich vorstellen, dafĂŒr haben wir ein paar Folien, dazu gibt es auch dieses Handout „Yoga im Spiegel der Wissenschaft“ und es gibt dann auch ein kleines Heftchen, das ihr auch in der Boutique bekommen könnt. Kleines Heftchen, das nennt sich auch „Yoga im Spiegel der Wissenschaft“, herausgegeben vom BDY, da sind so einige Studien erwĂ€hnt oder auch, wer auf unsere Internetseite geht und dort in unsere seiteneigene Suchmaschine „wissenschaftliche Studien“ reintippt, der findet da eine Menge von Studien und noch mehr Internetseiten, sodass ihr also sehr vieles sehen könnt, wie Yoga wirkt. Danach will ich auf einige schulmedizinische ErklĂ€rungsmodelle eingehen, die es gibt, warum Yoga wirkt und danach werden wir diese schulmedizinischen ErklĂ€rungsmodelle in den 14:00 Uhr VortrĂ€gen wĂ€hrend dieser Woche weiter ausbauen und dabei auch noch weitere RĂŒckschlĂŒsse ziehen, wie man eben darauf noch mehr RĂŒcksicht nehmen kann, dass Yoga noch besser wirkt. Das ist also so in etwa das Konzept dieser 14:00 Uhr VortrĂ€ge wĂ€hrend dieser Weiterbildung. Wir werden aber zwischendurch auf andere ErklĂ€rungsmodelle auch eingehen. Es gibt eben nicht nur schulmedizinische ErklĂ€rungsmodelle, sondern natĂŒrlich auch AyurvedaerklĂ€rungsmodell, Kundalini-Yoga-ErklĂ€rungsmodell und Raja-Yoga-ErklĂ€rungsmodell, wie Yoga wirkt.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung fĂŒr Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele VortrĂ€ge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

Ein Yoga Meister sollte alle Kriterien der Vollkommenheit erfĂŒllen

Daher ist es gut, seinem Leben einen tieferen Sinn zu geben. Und da sind natĂŒrlich die guten Hilfen, spirituelle BĂŒcher zu lesen, hier in den Satsang zu gehen, zu VortrĂ€gen von spirituellen Meistern zu gehen, ĂŒber Gott zu lesen usw. Denn diese tiefe spirituelle Verankerung, die gibt dem Leben einen Sinn, vor dessen Hintergrund jede Krise ihren Sinn hat. Jetzt gibt es auch Möglichkeiten, wie selbst dieser spirituelle Sinn erschĂŒttert werden kann. Und auch das ist wiederum, wenn man SpiritualitĂ€t eng fasst. Z.B. angenommen, ihr bringt all euren spirituellen Sinn in einen einzigen Meister. Ihr seid ĂŒberzeugt, der Meister ist vollkommen. „Durch seine Gnade alleine komme ich zur höchsten Vollkommenheit.“ Und insbesondere wenn er noch lebt, habt ihr ein Problem. Wann nĂ€mlich? Wenn der sich als nicht ganz so vollkommen herausstellt, wie man ihn vielleicht gemacht hat. Passiert gar nicht so selten. Weshalb zum einen in den alten Schriften, dort gilt, man muss darauf achten, erfĂŒllt ein Meister, der sich vollkommen nennt, wirklich alle Kriterien der Vollkommenheit? Deshalb gibt Krishna in der Bhagavad Gita so viele Kennzeichen eines Vollkommenen. Das ist ein Aspekt. Und dann kann man sagen, dann gibt es Meister, die so vollkommen sind, da kann man wirklich das Vertrauen hineinsetzen und es wird nicht erschĂŒttert. Aber es ist gar nicht so selten in den letzten Jahrzehnten, zwanzig, dreißig Jahren, dass Meister, die als vollkommen dort bezeichnet wurden, doch sehr menschliche SchwĂ€chen hatten. Und relativ hĂ€ufig hatten sie sich selbst gar nicht als so vollkommen angesehen, sondern waren im Gegenteil in ihren VortrĂ€gen recht bescheiden, nur ihre SchĂŒler haben sie hoffnungslos in den Himmel gehoben. Und so sollte man diesen spirituellen Sinn nicht beschrĂ€nken nur auf einen einzigen Menschen. Ihr dĂŒrft mich nicht falsch verstehen. Ich hatte vorher gesagt, zu einem spirituellen Lehrer sich zu richten, ist eine gute Sache, um Rat zu bitten. Im Rahmen der Jaya-Ganesha-ErklĂ€rungen habe ich ja von der Warte vieles erzĂ€hlt. Das ist eine Weise, wie der spirituelle Sinn von Menschen erschĂŒttert werden kann. Aber es ist auch, weil man ihn beschrĂ€nkt hat auf einen konkreten Menschen. Eine zweite Weise ist auch, wenn man den spirituellen Sinn mit zu vielen Vorurteilen beschrĂ€nkt, wie er zu sein hat, wie die eigene Entwicklung zu sein hat, wie man selbst zu sein hat. Oder z.B., dass man nie krank werden darf usw. Also, wenn man ihn so beschrĂ€nkt, dann werden letztlich die Krisen kommen, die zu einer Sinnkrise fĂŒhren, und selbst eine Sinnkrise ist letztlich etwas Positives. Eine Sinnkrise kann einem helfen, einen zu eng gefassten Sinn weiter zu fassen. Und von daher haben selbst Sinnkrisen ihren Sinn, wenn man sie von einem höheren Sinn aus sieht. Jetzt habe ich zwar sicherlich einen Kantschen Zirkelschluss gemacht, kein philosophisch korrektes Argument, aber ich meine, ein psychologisch korrektes Argument und eines, was vom Spirituellen her man so sehen kann und was sicher auch von Viktor Frankl eben so auch gesehen wurde, wo er sagte, die einzigen wirklichen Krisen im Menschen sind Sinnkrisen und die Sinnkrisen haben den Sinn, dass der Mensch sich zu einem umfassenderen, einem höheren Sinn öffnen kann. Und wenn wir das so sehen und einen Sinn in einer Sinnkrise sehen, dass wir die Art, wie wir Sinn definieren, erweitern, vielleicht, da ich ja jetzt annehme, ihr seid hier zu einem spirituellen Vortrag gekommen, weil ihr selbst mindestens spirituell Suchende seid. Wenn man als spirituell Suchender eine Sinnkrise hat, gilt es, den spirituellen Sinn weiter zu fassen. Vielleicht habt ihr ihn irgendwo zu eng gesehen. Und wenn die Krise keine Sinnkrise ist, dann könnt ihr ĂŒber spirituellem Sinn dieser Krise den Sinn geben und dann ist Krise das, was als Wandlung bezeichnet wird, als Neuerung, als Öffnung fĂŒr einen neuen Schritt des Lebens, der persönlichen Entwicklung oder wir können sagen, zur Befreiung hin, um neue KrĂ€fte und FĂ€higkeiten in sich zu entfalten, neue Erfahrungen zu machen und neue Weisen zu finden, anderen zu dienen.

Hari Om Tat Sat

– Ende –

Dieser Blog Eintrag ist natĂŒrlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an, sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch fĂŒr Persönlichkeit und SpiritualitĂ€t.

 

In einer Partnerschaft zu leben, ist etwas, was Teil des spirituellen Weges ist

In einer Partnerschaft zu leben, ist etwas, was Teil des spirituellen Weges ist

Ich kann noch heute von meiner Mutter lernen und manchmal natĂŒrlich gebe ich ihr auch Hinweise. Sie hat ja auch irgendwo einiges von mir gelernt, hat mal Yoga gemacht und meditiert und ist vegetarisch geworden. Und so nimmt sie auch von mir die diversesten RatschlĂ€ge an. Also, es gilt, dort eine gewisse Losgelassenheit dort zu haben und manchmal eben auch gerade zu sehen, dass Menschen, die einem lieb sind, ins eigene Verderben kommen, ins eigene Leid. Man meint, man wĂŒsste doch eigentlich, wie sie es besser machen könnten. Auch andere mĂŒssen ihre Erfahrungen machen und dazu gehört manchmal auch, dass sie ins eigene Verderben gehen. Dann haben sie es nicht falsch gemacht, man hat auch als Erzieher nicht versagt, sondern da hat sich eben ein menschliches Drama entwickelt und das gehört dazu. Und da ist dann auch wieder das Loslassen mit das Schwierigste, seine Liebsten auch da loszulassen. Nicht ganz loslassen, man kann auch schauen: „Kann man helfen? Wo kann man helfen?“ Aber nicht immer geht es. Also, mit dieser höheren Einstellung kann man sowohl den Alltag einen guten Sinn geben, man kann aber auch Schwierigkeiten und Krisen einen Sinn geben. Das Gleiche könnte man machen, Beziehungskrise oder Partnerkrise oder Partner stirbt, Partner verlĂ€sst einen. Bei all dem sind spirituelle Lektionen dabei. Eine Partnerschaft zu leben, ist etwas, was Teil des spirituellen Weges ist. Zusammen lernt man, auf manches muss man verzichten, wenn man mit einem Partner zusammen ist. Man lernt, loszulassen, man lernt auch, miteinander zu wachsen, dazu gehört auch Selbstbild, Fremdbild zu Ă€ndern, auch zu erkennen, auch Partner entwickelt sich, und nicht so, wie man am Anfang gehofft hat, dass er sich entwickelt. Das ist ja manchmal so ein Problem. Zwei Menschen treffen sich, dann gibt es erst eine Wahrnehmungsverschiebung. Das heißt, sie sehen doppelt so viel Ähnlichkeiten, wie sie haben. Und dann denkt man: „Zu achtzig Prozent ist es ok, die anderen zwanzig kriege ich noch hin.“ Und zwar die zwanzig vom anderen natĂŒrlich. „Der kommt noch irgendwo zu seiner Besinnung.“ Und dann nach einer Weile, es gibt irgendwelche Hormone, die sich dabei ja verĂ€ndern. Irgendwo nach ein paar Jahren Ă€ndern die sich so ein bisschen, dann sieht man, man ist doch anders, als man denkt, und der Partner widersteht den Versuchen, ihn zu Ă€ndern. In all dem sind spirituelle Lektionen und daran können wir wachsen, daran kann man lernen. Man kann lernen, auch bestimmte FĂ€higkeiten und KrĂ€fte zu entfalten. Manchmal muss Mann, vielleicht noch mehr Frau, sich auch durchsetzen und es vielleicht auf eine Weise machen, wie es auch gelingt. Idealerweise helfen Partner sich gegenseitig, ihre FĂ€higkeiten dort zu entfalten und einem Mut zu geben, den nĂ€chsten Schritt zu machen. Da bin ich z.B. meiner Frau immer dankbar. Wann immer ich irgendwo vor einem Schritt stehe und irgendwo vielleicht selbst ein bisschen denke: „Bin ich dazu bereit? Geht das ĂŒberhaupt?“ Und dann ermutigt sie mich immer. Also, sie ist so eine, die mir immer die Kraft gibt, so den nĂ€chsten Schritt auch zu machen. Ich bin manchmal etwas weniger geschickt, sie dazu zu bringen, aber vermutlich auch mehr, als man so denkt. Also, wir ermutigen uns gegenseitig, durchaus unsere FĂ€higkeiten und Talente zu entwickeln und wirklich zu leben und dann, bei Zweifeln, dort irgendwo weiter voranzuschreiten. Eine Partnerschaft kann so sein, muss aber auch nicht sein. Es gibt auch Partnerschaften, die sind darin, dass ein Partner den anderen immer bremst. Das gibt es auch. Das heißt nicht, dass ihr deshalb euren Partner verlassen mĂŒsst, sondern da habt ihr eine zusĂ€tzliche Gelegenheit, eure KrĂ€fte zu entfalten. NĂ€mlich auch, durch die WiderstĂ€nde eures Partners hindurchzugehen. Auch das ist eine Kraft. Auch dort gibt es die verschiedenen Erfahrungen, auch dort gibt es jemanden, dem man dienen kann, und vielleicht auch, wo man sich gegenseitig auch ermutigen kann, dort zu dienen und zu helfen. So wie mein Vater meine Mutter ermutigt hatte, sich im Elternbeirat und im Roten Kreuz und in anderen Vereinen zu engagieren und umgekehrt meine Mutter immer wieder meinen Vater irgendwo ermutigt hat, Spenden zu geben und sich fĂŒr irgendwelche gemeinnĂŒtzigen Zwecke einzusetzen. Die beiden haben sich dort immer gegenseitig unterstĂŒtzt. Und sollte das nicht so sein, dass euer Partner euch in so was unterstĂŒtzt, dann habt ihr sowohl die Möglichkeit, KrĂ€fte zu entfalten, loszulassen, geschickt zu handeln, Erfahrungen zu machen, eure eigenen Vorstellungen zwischendurch mal loszulassen und dabei dennoch anderen zu dienen. Also ihr seht, diese Sinnkontexte können einem in allem helfen. Und es kann einem auch dann helfen, wenn irgendwann die Partnerschaft zu Ende ist, z.B. wenn einer stirbt. Man hört so oft, dass immer mehr Ehen geschieden werden. Was man weniger hört, mehr als die HĂ€lfte der Ehen halten bis zum Tod eines Partners. Das ist in Deutschland auch weiter so. Aber spĂ€testens dann ist dann einer allein. Gut, auch daran kann man dann weiter einen Sinn sehen. Ich gehe jetzt nicht durch alles durch, aber auch hier könnt ihr dort selbst noch mal schauen. Und so ist es mit Arbeit und auch Arbeitsplatzverlust. So ist es auch, wenn von innen heraus eine Sinnkrise kommt, ohne dass ein Ă€ußerer Anlass ist. Passiert ja auch. Ich habe es ja auch schon mehrmals erwĂ€hnt. Von innen heraus kommt plötzlich so ein GefĂŒhl. Schwieriger wird es – hatte ich ja am Anfang auch gesagt, bevor ich jetzt noch mal in die Details gegangen bin – der Sinn selbst in die Krise kommt. Und der Sinn muss eigentlich zwangslĂ€ufig in die Krise kommen, wenn man einen Sinn im Leben hat, der beschrĂ€nkt ist und durch Ă€ußere oder innere Ereignisse erschĂŒttert werden kann.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Blog Eintrag ist natĂŒrlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an, sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch fĂŒr Persönlichkeit und SpiritualitĂ€t.

 

 

Neue FĂ€higkeiten entwickeln, und durch Erfahrungen lernen mit der Praxis von Yoga und Meditation

Und da gilt es, dafĂŒr offen zu sein. Statt bestimmten FĂ€higkeiten vielleicht nachzutrauern, sollte man schauen, welche andere werden gefordert und entwickeln sich. Eine dritte ist, eben Erfahrungen zu machen, und wir können ĂŒber jede Erfahrung lernen. Und ich schreibe jetzt doch noch die vierte dort hin. Ein vierter Sinn des Lebens ist auch, anderen dienen. Man kann auch sagen, eine Mission im Leben zu erfĂŒllen, kleinere und grĂ¶ĂŸere. Und all das, wenn man das von diesem Standpunkt aus sieht, dann, Kinder großzuziehen, ist etwas Großartiges dort. Es fordert MĂŒtter und VĂ€ter immer wieder von neuem heraus und bringt auch MĂŒtter und VĂ€ter immer wieder aus ihrer Komfortzone heraus. Ich glaube, ihr versteht das. Sie bringen einen auch aus dem Versuch eines gemĂŒtlichen Daseins heraus. In den ersten Jahren sowieso und vermutlich in der Teenagerzeit auch wieder und auch bestimmte Verhaftungen an vorgefasste Ideen und Vorstellungen usw. verschwinden. Im Ashram in Bad Meinberg werden immer wieder neue Kinder geboren und manchmal spreche ich mit den Eltern so vorher, dann erzĂ€hlen sie mir so, wie sie das mit der Kindererziehung machen und wie das so geht und wie man das alles arrangiert und wie das alles so klappen wird. Und diejenigen von euch, die eigene Kinder haben, wissen, es kommt immer anders. Und das ist gut so, das hilft der Befreiung. Da sollte man als yogische werdende Eltern oder neue Eltern oder yogische Eltern nicht denken, man könnte sich doch besser entwickeln, wenn nur die Kinder anders wĂ€ren. „Meine Kinder halten mich vom Yoga ab.“ Vielleicht halten sie einen ab davon, lĂ€nger zu meditieren und vielleicht sogar zu schlafen, mindestens im ersten Lebensjahr und manchmal auch spĂ€ter. Aber all das hilft auch der Befreiung und als solches kann man es sehen. Sie helfen einem, neue KrĂ€fte zu entfalten, FĂ€higkeiten zu entfalten. Wie oft habe ich es erlebt, dass Mitarbeiter im Ashram gesagt haben, sie brauchen ihre sieben Stunden Schlaf und sie brauchen ihren geregelten Tag, ansonsten ginge das nicht. Die beste Weise, diese Vorstellungen zu ĂŒberwinden und wirklich zu sehen, was man alles kann und mit wie wenig Schlaf man eine gewisse Zeit auskommt, ist, Mutter zu werden. Da kommen neue KrĂ€fte. Gut, manchmal kommt auch, die KrĂ€fte zu entfalten, einfach loszulassen und kaputt zu sein. Auch das ist eine gewisse FĂ€higkeit. Man macht verschiedene Erfahrungen. Und natĂŒrlich, man dient den Kindern und hilft diesen Seelen, in diese Welt hineinzukommen. Und wenn die Kinder aus dem Haus gehen, anstatt zu einer Krise, kann man auch daran wachsen. Man lernt, etwas mehr loszulassen. Obgleich vermutlich eine vollstĂ€ndige Vairagya gegenĂŒber dem eigenen Kind – ich weiß nicht, ob so was möglich ist. Ich weiß nicht, ob so was wĂŒnschenswert ist. Aber hier heißt Vairagya eben eher, nicht denken, „es ist mein Kind“, sondern, „eine Seele inkarniert sich und ich habe eine gewisse Aufgabe und unsere Beziehung ist eine besondere“. Und nicht, „ich bestimme ĂŒber mein Kind“, sondern, „mein Kind kommt auch mit einem bestimmten Karma, mit einem bestimmten Dharma“. Und manchmal entwickeln sich ja Kinder so ganz anders, als die Eltern denken. Und relativ hĂ€ufig denken sie: „Mein Kind mĂŒsste doch nur machen, was ich sage, und dann wĂŒrde es glĂŒcklicher werden.“ Aber Kinder, insbesondere Jugendliche, machen das oft nicht. Hier gilt es auch wieder, loszulassen. Auch das ist eine besondere FĂ€higkeit, Menschen ihren eigenen Lebensweg gehen zu lassen, der auch Leiden beinhaltet. Das ist ja manchmal das Allerschwierigste. „Wenn du nur glĂŒcklich wĂ€rst, dann wĂ€re doch alles ok, aber ich sehe doch, du bist unglĂŒcklich. Deshalb rate ich dir ja.“ Und wenn eure Eltern euch was raten – kein Elternteil macht das, um euch zu Ă€rgern. Morgen ist ja Muttertag. Mit meiner Mutter telefoniere ich jede Woche, vermutlich fast eine Stunde die Woche verbringe ich irgendwo
 Ich verbinde das immer mit Fahrradfahren und Telefonieren – gelobt sei Handy und Flatrate. Ich hoffe, ihr seid nicht schockiert, dass Sukadev auch Multitasking dort macht. Es gibt auch Momente, wo ich einfach die Natur genieße. Und ich fĂŒhre keine GesprĂ€ch, ohne dass sie mir nicht irgendetwas rĂ€t. Und es gab Phasen, wo ich mich darĂŒber geĂ€rgert habe, was meine Mutter mir geraten hat. Aber inzwischen sehe ich das als Ausdruck ihrer Liebe und sehe auch, oft machen ihre RatschlĂ€ge ja auch Sinn. Das heißt, manchmal denke ich auch, sie machen keinen Sinn, aber ich weiß auch, es ist unsinnig, seiner eigenen Mutter zu widersprechen, denn sie meint es ja gut und dann will sie natĂŒrlich ihren Sohn irgendwo dazu bringen, das einzusehen. Also nehme ich das an, sehe es als Ausdruck der Liebe und irgendwo ist das schön und oft gibt sie mir dann sehr wertvolle Hinweise.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Blog Eintrag ist natĂŒrlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
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Retreat Informationen

Ein spirituelles Retreat ist eine grossartige Erfahrung. Ein paar Tage abschalten vom Alltag. Das gibt sofort einen Zugang zu innerer Ruhe und Freude. Es gibt inzwischen viele Orte fuer ein spirituelles Retreat. Es gibt ja ganze Retreat Orte wie z.B. das shivalaya Retreatzentrum bei Yoga Vidya. Es gibt angeleitete Retreats. und viele kloester, buddhistische und christliche, bieten die Moeglichkeiten fuer persoenliche Retreats bzw. innere Einkehr.

Krisen als Wachstum, Sinnfindung durch Yoga Teil 3

Jetzt habe ich einen bestimmten Aspekt von Krisen beleuchtet und vielleicht ist es sogar der wichtigste Aspekt, wie ich meine. Ich könnte noch von so vielen anderen Aspekten erzĂ€hlen und es gibt ja auch gute GrĂŒnde, weshalb die Shivakami eine ganze Woche mit diesem Thema verbringt und mir dann immer sagt, eigentlich mĂŒssten wir damit einen Monat verbringen, um wirklich von allen Aspekten und auch mit praktischen Übungen verbinden und mit vielem anderen. Aber es gab einen westlichen Psychologen, den Viktor Frankl, der die Logotherapie entwickelt hat. „Logos“ hat er verstanden im Sinne von „Sinn“. Der griechische Ausdruck „logos“ hat ja verschiedene Bedeutungen und einer ist eben der Sinn. Und er hat dort gesagt, wenn Menschen einen Sinn in ihrem Leben sehen, dann sind sie bereit, nahezu alles dafĂŒr zu tun. Und außerdem ist es auch so, dass sie mit allem fertig werden. Wer in seinem Leben einen Sinn sieht, kann mit allem fertig werden. Und damit ist natĂŒrlich die schlimmste Krise welche Krise? Die Sinnkrise. Und Sinnkrisen können dann kommen, wenn man den Sinn seines Lebens sehr eng gefasst hat. Wenn man eben z.B. den Sinn seines Lebens sieht, eine Firma aufzubauen. Und dann geht die Firma Bankrott. Was ist dann der Sinn des Lebens? Oder man hat den Sinn des Lebens darin gesehen, eine Firma aufzubauen und irgendwann stellt man diesen Sinn in Frage. Wenn man sich ĂŒberlegt: „Was hat das jetzt eigentlich fĂŒr einen Sinn gehabt, dass ich vierzig Jahre meines Lebens oder zwanzig oder dreißig Jahre meines Lebens vierzehn Stunden am Tag gearbeitet habe?“ Oder angenommen, man hat den Sinn seines Lebens gesehen, nur fĂŒr die Kinder da zu sein. Wann gibt es dann ein Problem? Wenn sie ausziehen. Und zum einen natĂŒrlich, Sinn des Lebens, fĂŒr die Kinder da zu sein, meistens ist der nicht so bedingungslos, sondern z.B., den Kindern ein besseres Leben zu geben, als man selbst hatte. Oder irgendwo: „Genauso gut zu sein, wie meine Eltern zu mir waren.“ Aber ich glaube, die moderne Generation will immer den nĂ€chsten ein besseres Leben geben. Wenn das der einzige und der Hauptsinn ist, und nachher entwickeln sich die Kinder anders. Wenn man nĂ€mlich den Sinn darin sieht, den Kindern ein besseres Leben zu geben, dann hat man ja oft konkrete Vorstellungen, was ist ein besseres Leben? Und dann anschließend entwickeln sich die Kinder anders, als man denkt. Dann ist plötzlich eine Sinnkrise da. Oder die Kinder sind undankbar. Dann ist eine Sinnkrise da. Oder wenn es der Sinn ist – ihr könnt euch noch verschiedenes andere denken. Jetzt will ich nicht behaupten, dass es sinnlos wĂ€re und dass kein Sinn darin wĂ€re. Nein. Vor kurzem war ja ein spiritueller Freund von mir, der Shanmuk, letztes Wochenende in Bad Meinberg gewesen und er ist auch so einer, der sich fĂŒr Psychologie interessiert, auch noch mal vor kurzem sein Diplom in Psychologie gemacht hat oder Bachelor nennt sich das in England und der empirischen Psychologie dort irgendwo verpflichtet ist und er hat irgendwo gesagt, Partnerschaften halten lĂ€nger, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben. Sei es, eine gemeinsame Firma oder das Projekt, die Kinder großzuziehen. Wenn das ein wichtiger Sinn ist, hĂ€lt die einfach lĂ€nger. Was nicht heißt, dass die anderen zu Bruch gehen, aber es ist einer der vielen Faktoren, die sich langfristig beziehungsfördernd dort gezeigt haben. Vor kurzem habe ich noch mal auf einer anderen Reise, ich glaube, als ich in den Westerwald gefahren bin, so einen Podcast, eine Hörsendung gehört. Da wurden dreißig empirische Faktoren aufgezĂ€hlt, die die Dauer von Beziehungen begĂŒnstigen. Aber sie sind alle nur begĂŒnstigend. Aber das sind alles vorĂŒbergehende Sinne im Leben. Es ist durchaus gut, wenn man sich einen höheren Sinn im Leben sucht, wo diese anderen Sinne mit einbezogen sind. Und das ist eben ein Grund, weshalb ich dort auf diesen spirituellen Aspekt der Sinnfindung so viel Zeit verbracht habe. Wenn wir im Leben einen höheren Sinn sehen, nĂ€mlich den einen Sinn, wir wollen zum Höchsten kommen und wir gehen davon aus, was auch immer geschieht und was auch immer wir tun, hilft auch dafĂŒr. Wenn der zweite Sinn im Leben ist, der irgendwo vielleicht dem untergeordnet ist, unsere FĂ€higkeiten und KrĂ€fte zu entfalten, und wir davon ĂŒberzeugt sind, was auch immer kommt, will uns helfen, neue FĂ€higkeiten und KrĂ€fte zu entfalten, das schafft auch jede Herausforderung im Leben. Übrigens auch dazu gehört, neue KrĂ€fte zu entfalten, denn manchmal verliert man auch die ein oder andere Kraft. Und wenn wir ins fĂŒnfte oder sechste oder siebte Lebensjahrzehnt kommen, dann, bestimmte geistige FĂ€higkeiten werden etwas weniger, bestimmte körperliche FĂ€higkeiten werden auch weniger. Wir sehen es zwar, z.B. so einer wie Patabijoys, ich glaube, der ist ĂŒber neunzig inzwischen. Und der kann immer noch alle möglichen fortgeschrittenen Asanas. Aber irgendwo in einem Interview von Iyengar habe ich gelesen, wo er gesagt hat, er wĂŒrde langsam auch steif werden. Der war dann zwar abgebildet in seinem einundachtzigsten Lebensjahr, wie er noch platt wie eine Flunder auf seinen Beinen ist, aber er sagte, er wĂŒrde auch langsam steif werden. Das ist alles relativ. Ok, also bestimmte FĂ€higkeiten werden weniger, aber andere werden mehr.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Blog Eintrag ist natĂŒrlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an, sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch fĂŒr Persönlichkeit und SpiritualitĂ€t.