Ayurveda Übersichts-Seite

Es gibt eine schöne Ayurveda Übersichtsseite, genannt „Ayurveda News“. Diese Seite ist aufgesetzt wie ein Blog. Du findest da eine Zusammenfassung bzw. eine Übersicht über verschiedene Beiträge zum Thema Ayurveda aus verschiedenen Quellen:

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Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung. Die Wichtigkeit im Yoga ist die Anti-Angst-Atmung? Bauchatmung.

Ich kann mich noch erinnern, als Jugendlicher habe ich irgendwann gelesen im Faust, „Zwei Seelen schlummern ach in meiner Brust.“ Da habe ich nur gedacht, „Hat der es gut, nur zwei Seelen.“ Ich hatte sicher erheblich mehr. Und eine Weise, mit diesen verschiedenen umzugehen, ist durchaus auch, jeden anzuerkennen, dass er dort auch eine Berechtigung hat. Manche von euch, die Familie und Kinder haben, kennen so ein modernes pädagogisches Instrument, die Familienkonferenz. Wer es nicht kennt und eine Familie hat und manchmal nicht sicher ist, ob das, was er macht, so gut ist, empfehle ich durchaus, sich damit mal auseinanderzusetzen. Im Grund genommen heißt es, die ganze Familie trifft zusammen und das nennt sich dann irgendwie Konferenz und dann spricht man alles aus, jeder sagt, was ihm wichtig ist, es werden Vereinbarungen getroffen, die dann auch verbindlich sind und sei es die Vereinbarung, „Wir überlegen das mal und nächste Woche entscheiden wir dann.“ Aber jeder, und das Interessante ist, bei der wird sogar, der Fünfjährige darf auch was sagen und natürlich sind sie nicht alle gleichberechtigt. Eine Familie ist keine Demokratie, ansonsten sind die Kinder überfordert. Bei manchen Dingen kann es auch voll demokratisch sein, aber es gibt andere, da wäre das nicht angebracht. Und so ähnlich auch können wir eine Gedankenkonferenz einberufen. Und dann könnte man jetzt auch mal überlegen, „Was steckt alles in mir drin?“ und dann hat man die Angst und sagt, „O.k. Angst, sag mal, was ist dir wichtig?“ Dann sagt diese Angst etwas. Und dann sagt man, „Danke.“ Und dann sagt man, „Zweifel, was meinst du?“ Und dann fragt man, „Gibt es noch jemanden, der sich melden will?“ Und dann, wenn alle etwas gesagt haben, dann dankt man allen und dann kann man eine Entscheidung treffen. Und jetzt werden nicht alle das gleiche Stimmrecht haben, sondern hier ist dann Buddhi, wieder diese Unterscheidungskraft, die sagt dann, „So ist es.“ oder wir geben es weiter an Gott und bitten dort um Führung und vielleicht spüren wir plötzlich, „Aha, das ist das Richtige.“ So ist es also erstmal bei der Angst wichtig, zu erkennen, sie hat eine Funktion, aber bei manchen Menschen ist sie etwas zu stark geworden und vermutlich bei fast allen Menschen gibt es irgendeinen Kontext, wo sie zu stark geworden ist. Also, die meisten der hier Anwesenden werden irgendwo erkennen, „Da habe ich eine Angst, die blockiert mich.“ Die ist nicht überall. Die einen haben überhaupt keine Probleme dort im 7. Stock aus dem Fenster zu gucken. Es gibt andere, für die ist das ein Gräuel. Und andere können von einem Haus zu dem anderen dort an den Dächern entlang laufen, aber wehe sie müssen einen fünfminütigen Vortrag geben oder eine Rede auf einer Familienfeier, da sind die einen Monat vorher blockiert. Und der nächste hat überhaupt keine Probleme dort vor tausend Leuten einen Vortrag zu halten, aber wehe er trifft sich mit jemandem unter vier Augen. Also, so hat jeder irgendetwas und das hilft auch, zu erkennen, sich selbst besser anzunehmen. Irgendwo ist die Angst ein bisschen zu stark geworden und dort ist als erstes, zu lernen, sich zu entspannen und gleichmäßig zu atmen. Und was ist die Anti-Angst-Atmung? Bauchatmung. Also das, was ihr die letzten zwei Tage hoffentlich öfters gehört habt in der Entspannung. Einatmen, Bauch hinaus, ausatmen, Bauch hinein. Einatmen, Bauch hinaus, ausatmen, Bauch hinein. Und das muss man erstmal in Entspannungstechniken lernen oder ihr habt es eben gelernt während der Yogastunden, die Anfänger etwas mehr als die Mittelstufe und Fortgeschrittenen, nehme ich an. In den Mittelstufen- und Fortgeschrittenen-Stunden wird oft angenommen, ihr wisst das schon, bei Anfängerstunden wird dort relativ häufig immer wieder gesagt, „Einatmen, Bauch hinaus, ausatmen, Bauch hinein.“ Manchmal sogar auch, die Hand drauf geben. Und richtig Angst haben und gleichmäßig mit dem Bauch zu atmen, geht gar nicht. Ich hatte ja auch mal Betriebswirtschaft studiert und da habe ich auch in Psychologie einige Fächer besucht und da gab es so einen, der hatte ein Anti-Angst-Training entwickelt und das beruhte darauf, Bauchatmung lernen. Er hat gesagt, empirische Studien haben gezeigt, tiefe Bauchatmung und Angst haben, geht nicht zusammen. Menschen, die wirklich richtig Angst haben, können nicht mit dem Bauch atmen und wer tief mit dem Bauch atmet, kann nicht richtig Angst haben. Also müssen wir es lernen, tief mit dem Bauch zu atmen und Menschen, die Angst haben, müssen dann lernen, schrittweise sich in kleine Situationen hineinzubringen, wo sie Angst haben, und trotzdem mit dem Bauch zu atmen und sie merken, die Angst brauchen sie nicht zu haben. Und der hat dann natürlich ein ganzes System entwickelt. Ich habe damals schon Yoga gemacht und war auch schon Yogalehrer und fand deshalb das interessant, dass das das gleiche Konzept ist, was ich bei der Yogalehrerausbildung gehört hatte und dass der dann auch noch gesagt hatte, das sei empirisch erforscht, gerade vor kurzem hat er dort eine Publikation darüber gemacht, was Yogis seit Jahrtausenden wussten. Das ist zwar inzwischen jetzt auch 25 Jahre her, aber die Studie gilt auch heute noch und auf dieser Studie haben eine ganze Menge von Anti-Angst-Trainings-Verhaltenstherapien heutzutage aufgebaut. Also, entweder Bauchatmung oder eine andere Entspannungstechnik lernen und damit dann in die Konfrontation gehen. Bei ihm war es dann halt so, da machte man Rollenspiele und Videos und stellt es sich vor, wie man in diese Situation kommt und atmet weiter gleichmäßig ein und aus. Yogis sagen auch, dass Angst eigentlich was Positives ist und das hilft auch. Angst führt nämlich dazu, dass man mehr Energie hat, auch ein Grund der Angst. Angenommen, man ist müde. Gehen wir mal davon aus, Vorzeitmensch, Steinzeit. Irgendjemand hat gerade Beeren gesammelt und legt sich hin und plötzlich kommt keine Beere, sondern ein Bär auf ihn zu, und er ist gerade müde. Jetzt angenommen, dieser Mensch hätte keine Angst, dann hätte er seine Gene nicht weitergeben können. Angenommen, der Bär wäre wirklich hungrig gewesen, weil der Mensch ihm alle Beeren weggegessen hat, hat er deshalb den Menschen statt den Beeren gefuttert, vielleicht auch die Beeren gefuttert. Und so also, die angstfreieren Menschen haben sich nicht vermehrt. So hat der Mensch also die Angst entwickelt, die sofort zum Flucht-Kampf-Mechanismus führt – manche haben den Ausdruck schon mal gehört – also, die Angst aktiviert und dann kann der Mensch wegrennen oder kämpfen oder sonst etwas tun. Und dieser Effekt ist auch heute noch da. Wenn wir ein bisschen Lampenfieber und ein bisschen Angst haben, es stimuliert und aktiviert. Das Problem ist, beim Menschen führt das oft dazu, dass er dann blockiert ist und da hilft die tiefe Bauchatmung ganz besonders. Also das nächste Mal, wenn ihr vor irgendetwas Angst habt, eigentlich das allererste wäre, freut euch darüber. Seid dankbar, dass ihr dort ein bisschen Angst habt, denn Angst ist Prana, ist Lebensenergie.

Fortsezung folgt in einer Woche!

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminar bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“

Dieser Blog Eintrag ist natürlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an, sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch für Persönlichkeit und Spiritualität.

Mut entwickeln – Ängste überwinden. Vom Raja-Yoga-Standpunkt aus können wir Angst überwinden mit drei verschiedenen Schritten

Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung Teil 6

Fangen wir mit den beiden Themen an, die ich euch ja heute Morgen versprochen habe, das war „Angst und Konzentration“ oder „Überwindung von Angst und Konzentration“ und ich will da jetzt nur so ein paar Anregungen geben. Angst ist ein breites Thema. Vom Raja-Yoga-Standpunkt aus können wir Angst überwinden mit eigentlich drei verschiedenen Schritten. Das erste ist, wir lernen, zu entspannen und richtig zu atmen. Zweiter Schritt ist, Mut entwickeln. Und dritter Schritt ist, so genannte Konfrontationstherapie, also das tun, wovor wir Angst haben.
Entspannung. Wer besonders viel unter Angst leidet und auch alle anderen, sollten unbedingt täglich eine Tiefenentspannungstechnik machen. Denn so die Schwierigkeit ist, wenn die Angst Übermaß nimmt, dann verspannt sie einen, dann schaukelt sie sich selbst hoch. Und vielleicht noch vorher, natürlich ist auch erstmal gut, anzuerkennen, die Angst ist auch sinnvoll. Im Grunde genommen, alles, was wir an menschlichen Eigenschaften haben, in irgendeinem Kontext ist es auch sinnvoll. Angenommen, wir hätten keine Angst, dann würden wir vielleicht alle möglichen Dinge tun, die nicht so förderlich sind. Und so geht man davon aus, also, die Evolutionsbiologen sagen, deshalb haben Lebewesen Angst entwickelt, so können sie nämlich überleben. Und so hat Angst durchaus auch seinen Sinn und so brauchen wir uns auch nicht zu ärgern, wenn Angst da ist, sondern man kann sagen, „Aha, da ist jetzt diese evolutionsmäßig sehr sinnvolle Emotion gerade da, vielleicht ist sie nicht gerade im richtigen Kontext da, aber es ist erstmal schön, dass sie da ist, dass ich sie habe.“ Es gibt auch Menschen, die haben irgendwo eine Gehirnfehlfunktion, die haben keine Angst. Das ist ausgesprochen schwierig. Irgendwann mal habe ich da so eine Hörsendung darüber gehört, das ist ein ausgesprochen eigenartiges Universum. Sind wir dankbar, dass wir Angst haben, kann ich dazu nur sagen. Das ist auch etwas, was ich vielleicht auch noch hier betonen will, wenn wir jetzt hier über alles Mögliche sprechen, was wir erreichen wollen, überwinden wollen. Bei all dem ist es hilfreich, liebevoll mit sich selbst umzugehen. Erinnert euch, ich habe da so zwei Tipps gegeben, wo ich gesagt habe, die sollte man nur machen, wenn man liebevoll mit sich selbst umgeht und insgesamt ein freundliches Verhältnis zu sich hat. Wenn man das nicht hat, sollte man das auch entwickeln und eben eine Methode ist durchaus, alles, was man so hat, sich anzuschauen und zu sagen, „Ja, ich danke dir, dass es dich als Eigenschaft gibt.“ Dazu gehört die Angst, dazu gehören übrigens auch die Zweifel. Wenn wir gar keine Zweifel hätten, wären wir auch in Problemen. Es ist auch gut, auch mal Zweifel zu haben. Nur, wir müssen die in die richtige Ordnung bringen. Das ist so ähnlich, wie man sagen kann, der menschliche Geist ist auch wie so ein ganzes Team. Ein gutes Team ist typischerweise zusammengesetzt, nicht aus allen, die gleich denken, dann ist es vielleicht harmonischer, aber nicht so erfolgreich typischerweise, sondern ein gutes Team ist zusammengesetzt aus ganz unterschiedlichen. Im Ayurveda spricht man von Vata-, Pitta- und Kapha-Leuten. Die Vata-Leute sind die luftigen, die haben die vielen Ideen. Die Pitta-Menschen sind die, die sie umsetzen wollen und dort mit Feuer und Schwert dafür dann kämpfen und die anderen mit ihrer Begeisterung mitreißen. Und die Kapha-Menschen sorgen dafür, dass bei all diesem Luft und Feuer, dass da eine Beständigkeit ist und der menschliche Kitt und die Freundlichkeit und das Herz nicht zu kurz kommen. Wenn jeder von den dreien weiß und wenn es mehr sind, dass jeder eine wichtige Funktion hat und dass es gut ist, dass die anderen unterschiedlich sind, dann kann ein Team gut funktionieren. Wenn alle im Team meinen, „Der schon wieder mit seinen Flausen im Kopf. Immer wieder hat er dort neue Ideen und wir haben immer noch nicht das Alte umgesetzt.“ Wer sagt das? Der Kapha- oder auch der Pitta-Mensch, also der feurige oder der erdige Mensch, wer die Ayurvedabegriffe nicht kennt. Oder auch, „Der mit seiner lahmen Art. Kann der nicht mal seinen Hintern endlich mal bewegen?“ Wer sagt das? Pitta und Vata sagen das vielleicht beide. Und dann vielleicht, „Warum will der immer das Gleiche immer so durchsetzen? Wir sollten doch endlich mal neu denken, in neuen Bahnen.“ Wer sagt das? Der Luftmensch, der Vata-Mensch. Jetzt das Schöne ist aber, wir haben alle drei Dinge auch in uns selbst drin und nicht nur die drei.

Fortsetzung folgt in einer Woche.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminar bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“

Dieser Blog Eintrag ist natürlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an,  sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch für Persönlichkeit und Spiritualität.

Eine Geschichte über den Tod

Diese Geschichte hat kein Happy End! Es ist eine Geschichte über den Tod. Auch solche Geschichten muss es geben… Auch wenn sie in der indischen Mythologie seltener sind – bzw. Sukadev erzählt normalerweise lieber lustige Geschichten, in denen über das Lachen spirituelle Weisheit aufblitzt. In dieser Geschichte, vermutlich aus dem Panchatrantra, geht es um Tod […]

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Gedanken zur Reinkarnation

Der Reinkarnationsgedanke in Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Judentum Menschen glauben an Reinkarnation in vielen Kulturen, Kontinenten und fast allen Religionen. Ein recht kurzer Vortrag. Sukadev Bretz gibt dir in diesem Podcast einen kurzen Überblick darüber, wo der Glaube an die Wiedergeburt stark verbreitet war und ist.   Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Frage, inwieweit auch […]

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Was kommt nach dem Tod? Gibt es Reinkarnation?

Beschäftige dich mit den Grundfragen des Lebens. Zum Leben gehört auch der Tod. Es ist wichtig, sich damit zu beschäftigen. Viele Menschen verdrängen den Gedanken an die eigene Sterblichkeit. Als Folge erfahren sie ein allgemeines unbestimmtes Lebensgefühl von Unsicherheit, eine tief liegende Angst, die sie durch äußeres Geschäftigsein oder anderes verdrängen. Egal, woran du glaubst, […]

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Mut entwickeln – Ängste überwinden vom Raja-Yoga-Standpunkt (Geisteskontrolle) aus.

Fangen wir mit den beiden Themen an, die ich euch ja heute Morgen versprochen habe, das war „Angst und Konzentration“ oder „Überwindung von Angst und Konzentration“ und ich will da jetzt nur so ein paar Anregungen geben. Angst ist ein breites Thema. Vom Raja-Yoga-Standpunkt aus können wir Angst überwinden mit eigentlich drei verschiedenen Schritten. Das erste ist, wir lernen, zu entspannen und richtig zu atmen. Zweiter Schritt ist, Mut entwickeln. Und dritter Schritt ist, so genannte Konfrontationstherapie, also das tun, wovor wir Angst haben.

Entspannung. Wer besonders viel unter Angst leidet und auch alle anderen, sollten unbedingt täglich eine Tiefenentspannungstechnik machen. Denn so die Schwierigkeit ist, wenn die Angst Übermaß nimmt, dann verspannt sie einen, dann schaukelt sie sich selbst hoch. Und vielleicht noch vorher, natürlich ist auch erstmal gut, anzuerkennen, die Angst ist auch sinnvoll. Im Grunde genommen, alles, was wir an menschlichen Eigenschaften haben, in irgendeinem Kontext ist es auch sinnvoll. Angenommen, wir hätten keine Angst, dann würden wir vielleicht alle möglichen Dinge tun, die nicht so förderlich sind. Und so geht man davon aus, also, die Evolutionsbiologen sagen, deshalb haben Lebewesen Angst entwickelt, so können sie nämlich überleben. Und so hat Angst durchaus auch seinen Sinn und so brauchen wir uns auch nicht zu ärgern, wenn Angst da ist, sondern man kann sagen, „Aha, da ist jetzt diese evolutionsmäßig sehr sinnvolle Emotion gerade da, vielleicht ist sie nicht gerade im richtigen Kontext da, aber es ist erstmal schön, dass sie da ist, dass ich sie habe.“ Es gibt auch Menschen, die haben irgendwo eine Gehirnfehlfunktion, die haben keine Angst. Das ist ausgesprochen schwierig. Irgendwann mal habe ich da so eine Hörsendung darüber gehört, das ist ein ausgesprochen eigenartiges Universum. Sind wir dankbar, dass wir Angst haben, kann ich dazu nur sagen. Das ist auch etwas, was ich vielleicht auch noch hier betonen will, wenn wir jetzt hier über alles Mögliche sprechen, was wir erreichen wollen, überwinden wollen. Bei all dem ist es hilfreich, liebevoll mit sich selbst umzugehen. Erinnert euch, ich habe da so zwei Tipps gegeben, wo ich gesagt habe, die sollte man nur machen, wenn man liebevoll mit sich selbst umgeht und insgesamt ein freundliches Verhältnis zu sich hat. Wenn man das nicht hat, sollte man das auch entwickeln und eben eine Methode ist durchaus, alles, was man so hat, sich anzuschauen und zu sagen, „Ja, ich danke dir, dass es dich als Eigenschaft gibt.“ Dazu gehört die Angst, dazu gehören übrigens auch die Zweifel. Wenn wir gar keine Zweifel hätten, wären wir auch in Problemen. Es ist auch gut, auch mal Zweifel zu haben. Nur, wir müssen die in die richtige Ordnung bringen. Das ist so ähnlich, wie man sagen kann, der menschliche Geist ist auch wie so ein ganzes Team. Ein gutes Team ist typischerweise zusammengesetzt, nicht aus allen, die gleich denken, dann ist es vielleicht harmonischer, aber nicht so erfolgreich typischerweise, sondern ein gutes Team ist zusammengesetzt aus ganz unterschiedlichen. Im Ayurveda spricht man von Vata-, Pitta- und Kapha-Leuten. Die Vata-Leute sind die luftigen, die haben die vielen Ideen. Die Pitta-Menschen sind die, die sie umsetzen wollen und dort mit Feuer und Schwert dafür dann kämpfen und die anderen mit ihrer Begeisterung mitreißen. Und die Kapha-Menschen sorgen dafür, dass bei all diesem Luft und Feuer, dass da eine Beständigkeit ist und der menschliche Kitt und die Freundlichkeit und das Herz nicht zu kurz kommen. Wenn jeder von den dreien weiß und wenn es mehr sind, dass jeder eine wichtige Funktion hat und dass es gut ist, dass die anderen unterschiedlich sind, dann kann ein Team gut funktionieren. Wenn alle im Team meinen, „Der schon wieder mit seinen Flausen im Kopf. Immer wieder hat er dort neue Ideen und wir haben immer noch nicht das Alte umgesetzt.“ Wer sagt das? Der Kapha- oder auch der Pitta-Mensch, also der feurige oder der erdige Mensch, wer die Ayurvedabegriffe nicht kennt. Oder auch, „Der mit seiner lahmen Art. Kann der nicht mal seinen Hintern endlich mal bewegen?“ Wer sagt das? Pitta und Vata sagen das vielleicht beide. Und dann vielleicht, „Warum will der immer das Gleiche immer so durchsetzen? Wir sollten doch endlich mal neu denken, in neuen Bahnen.“ Wer sagt das? Der Luftmensch, der Vata-Mensch. Jetzt das Schöne ist aber, wir haben alle drei Dinge auch in uns selbst drin und nicht nur die drei. Ich kann mich noch erinnern, als Jugendlicher habe ich irgendwann gelesen im Faust, „Zwei Seelen schlummern ach in meiner Brust.“ Da habe ich nur gedacht, „Hat der es gut, nur zwei Seelen.“ Ich hatte sicher erheblich mehr. Und eine Weise, mit diesen verschiedenen umzugehen, ist durchaus auch, jeden anzuerkennen, dass er dort auch eine Berechtigung hat.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminar bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“

Dieser Blog Eintrag ist natürlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an,  sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch für Persönlichkeit und Spiritualität.

„Überwindung von Angst“. Es gibt im Yoga, um auf dem Weg der Selbstverwirklichung voranzuschreiten, verschiedene Schritte: Mut entwickeln, Bauchatmung…

Ich wollte noch auf eines eingehen und weiter fortsetzen, was ja einige von euch dort angeregt hatten, das ist Überwindung von Angst. Wenn das für euch ein großes Thema ist, will ich euch auch noch ein Buch von Swami Sivananda empfehlen, so ein kleines auch, nennt sich „Überwindung der Furcht“. Das ist wie die Triade der drei Bücher, die es im Deutschen gibt, mit ähnlichem Thema: „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“, „Kraft der Gedanken“ und „Überwindung der Furcht“ Das sind so drei schöne Bücher zum Thema, die sich auch ein bisschen überlagern oder überlappen, aber auch gut ergänzen. Also,  zur Überwindung der Furcht, ist das eine wichtig, Mut entwickeln. Das werde ich heute Nachmittag etwas weiter ausbauen. Das zweite ist, Atemtechniken und Körperhaltung. Und das dritte – ich nenne es jetzt moderndeutsch – Konfrontationstherapie. Also, es gibt einiges, was wir tun können auch auf mentaler Ebene. Mut entwickeln. Und wir hatten dort ja gestern Abend diese Eigenschaftsmeditation gemacht und mit dieser kann man üben. Die findet ihr übrigens auch auf der CD „Meditationstechniken“, da ist auch die Eigenschaftsmeditation mit drauf oder auch in meinem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“, ist sie auch beschrieben und ich habe sie auch gestern aufgenommen, vielleicht wird es auch irgendwann ins Internet gestellt. Da müsst ihr unsere Newsletter beziehen, wenn sie drin steht, werde ich es euch sagen, dann könnt ihr sie sogar kostenlos irgendwo herunterladen. Und ich werde euch vielleicht auch heute Nachmittag das einfach noch mal auf einem Zettel aufschreiben, dass ihr das auch so mitnehmen könnt. Und die Affirmation vor und nach der Tiefenentspannungen allgemein, „Ich bin mutig. Ich entwickle Mut.“ und beim Aufstehen oder beim Einschlafen. Das hilft, dass dieser Ausdruck des Mutes stärker wird. Über Atemtechnik, Körperhaltung werden wir dann heute Nachmittag sprechen. Konfrontationstherapie heißt, herausfinden, „Wovor habe ich Angst?“ und dann schauen, „Wie könnte ich das denn in kleinen Schritten dort konfrontieren?“ Also, das ist inzwischen auch z.B. bei Phobien etwas ganz Bewährtes, erst die richtige Atmung zu lernen, das ist die Bauchatmung. Das wird durchaus jetzt in der modernen Verhaltenstherapie angewandt und selbst Psychologen anderer Fachrichtung übernehmen das inzwischen. Entspannen lernen, Atmen lernen und dann konfrontieren. Angenommen, jemand hat Angst vor geschlossenen Räumen, den würde man erst in den Sivananda-Saal bringen, mit geschlossenen Türen und dabei entspannen. Vorher konnte er nur bei offenen Fenstern und Türen sein. Der Raum ist groß, es ist nicht so schwer. Dann vielleicht als nächstes in den Saraswati-Raum, der ist ein bisschen kleiner. Und dann irgendwann Aufzug. Und dann vielleicht mit vier Menschen gleichzeitig im Aufzug nach oben. Und das funktioniert schrittweise. Oder angenommen, ihr seid schüchtern, bei eurer Arbeit müsstet ihr aber eigentlich öfters mal größere Vorträge geben. Erste Möglichkeit wäre, wenn ihr in ein Geschäft geht, bittet einfach um Hilfe, anstatt dort eine halbe Stunde durchzutigern und selbst zu finden. Ist nicht so schwierig. Oder wenn ihr auf der Straße seid, bittet darum, dass jemand euch sagt, wie es weitergeht. Und selbst wenn ihr es eigentlich wisst, ihr könnt jemanden fragen, die meisten Menschen geben gerne Auskunft. Und wenn sie das Gefühl haben, sie haben jemandem Auskunft gegeben, dann freuen sie sich, um nach Hause zu gehen. Ich fühle mich immer besser, wenn jemand auf der Straße mich gebeten hat, ich soll ihm mal sagen, wo es hingeht und ich weiß es sogar, dann gehe ich beschwingter als vorher weiter. Man soll es natürlich auch nicht zu sehr missbrauchen, aber das sind so ein paar kleine Dinge und dann spricht man vielleicht in kleineren Gruppen, übt es vielleicht auch vor dem Partner, fünf Minuten eine kleine Rede zu geben und dann vielleicht in einem kleineren Kreis bei Kollegen und irgendwann in einem größeren Kreis. Wie gut das funktioniert, in den letzten Monaten merke ich das bei Hundeerziehung. Wir haben nämlich seit einem halben Jahr einen Hund, der kam aus dem Tierheim, hat vor allem Angst gehabt und insbesondere vor jedem Mann, vor jedem Kind und wenn er in die Nähe von Füßen kam, dann fing er an, am ganzen Körper zu zittern. Und wenn ein Auto vorbeigefahren ist, dann fing er auch an zu zittern, also, er hatte schon sein Problem. Jetzt wäre es falsch gewesen, ihn von allem zu bewahren, es wäre jetzt auch falsch gewesen, mit ihm jetzt als erstes in eine riesengroße Menschmasse hineinzugehen, sondern er hat dann gelernt, Schritt für Schritt immer mehr herangeführt zu werden an größere Menschenmassen. Inzwischen hat er nichts mehr dagegen, mit dem Fuß von mir gestreichelt zu werden, er springt auf meinen Schoß, wenn ich ihm das sage und vor einzelnen Menschen hat er auch keine Angst und letzte Woche ist er sogar mit einem Kind spazieren gegangen. Also, der Hund verliert schrittweise immer mehr Angst. Er wird wahrscheinlich immer ein sensitiver Hund bleiben, vom Temperament ist er eher Vata-Temperament, wer sich mit Ayurveda auskennt. Er guckt immer, wenn irgendwo ein Lärm ist, gehen die Ohren hin. Und da sitzt ein anderer Hund daneben, der langweilt sich einfach nur. Also, Ricky langweilt sich nie, er guckt immer, er ist aufmerksam, aber der Aspekt der Angst, den verlernt er zum einen dadurch, dass er weiß, er ist geborgen, natürlich auch das, und zum anderen wird er immer wieder damit konfrontiert und so wird er immer ruhiger und harmonischer. Das sind also drei Elemente, die ich noch mal heute Nachmittag ansprechen will. Dann will ich noch etwas eingehen auf Konzentration und dann könnt ihr euch auch noch überlegen, worauf ich vielleicht noch besonders eingehe, was euch vielleicht noch gefehlt hat an dem Wochenende, was ihr euch erhofft habt. Und ich werden dann um 12:30 Uhr auch gleich beginnen, was würdet ihr euch noch besonders wünschen, worauf ich eingehe.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminar bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“

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Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an,  sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch für Persönlichkeit und Spiritualität.

Wie geht man mit Misserfolge um? Im Yoga gibt es viele Möglichkeiten. Z.B ein Mantra wiederholen, um Misserfolge umzuwandel.

Auch im Umgang mit dem Partner, ist es auch falsch, zu sagen, „Immer machst du…“ oder „Nie machst du…“, sondern konkret. „Wir hatten letztes Mal ausgemacht, dass wir das und das machen, vorgestern hast du es wieder anders gemacht. Das hat mich irgendwo gestört.“ Also, konkret und durchaus, in einer Partnerschaft wird man dann über die Gefühle sprechen, die das in einem bewirken, denn in einer Partnerschaft sind ja die Gefühle letztlich das Wichtigste, meine ich mindestens. Früher im Mittelalter war das nicht so, da war etwas anderes wichtig, aber Gefühle sind in Partnerschaften wichtig und da ist es gut, über die Gefühle zu sprechen. Das klappt nicht immer in der Arbeitswelt. Wenn ihr einem Kollegen sagt, „Du, wir hatten ausgemacht, dass du das und das machst und dann hast du es gestern nicht gemacht und ich muss zugeben, dass hat mich richtig wütend gemacht.“ Bei manchen Menschen ist das gut, bei anderen, „Der soll mal lernen, über seine Wut hinauszukommen. Emotioneller Typ.“ Ich erzähle es euch deshalb, weil viele haben das von euch wahrscheinlich so gehört. In der Arbeitswelt funktioniert das nicht immer. Da ist es hilfreich, herauszufinden, was bewegt den anderen. Und wenn den nicht Gefühle bewegen, muss man sagen, „Wir hatten das ausgemacht, dass du das und das machst. Du hast es gestern um 15:00 Uhr nicht gemacht, Konsequenz war, ich musste es machen, Konsequenz war, was anderes, was für unser Team wichtig war, konnte ich nicht machen und das reduziert die Effizienz unseres Teams.“ Das sagt ihr jemandem, der effizienzorientiert ist. Und so könnt ihr überlegen, „Was ist dem anderen wichtig?“ Oder es gibt den einen, dem ist wichtig die Reputation. Sagen, „Gestern, das und das war nicht gemacht und irgendwo, wir haben ja gesagt, wir wollen unser Team irgendwie gut dastehen lassen. Das hast du nicht gemacht, das ist unserem Boss bewusst geworden und jetzt hat er wieder die Einstellung, dass wir nicht effektiv sind.“ Ob man das immer genau so sagt, ist eine andere Sache, aber spezifisch sagen und eben auch Konsequenzen dort sagen, bei sich selbst und bei anderen. Aber natürlich, nächster Schritt wäre, neue Vereinbarung treffen. Oder eventuell auch nachfragen, „Das nächste Mal, wie gehe ich damit um?“ Man kann auch bei sich selbst nachfragen, „Das und das habe ich gemacht, dann und dann ist es schief gegangen.“ Man kann auch überlegen, „Warum ist es schief gegangen? War es etwas, was ich selbst zu verantworten hatte?“ Das heißt dann nicht, „Was bin ich für ein schlechter Mensch, jetzt habe ich schon wieder was falsch gemacht.“, sondern, „Wie mache ich es das nächste Mal besser? Oder habe ich einfach diese äußeren Umstände nicht in Betracht gezogen. Oder man hätte es nicht wissen können, ich habe das Beste gemacht, ich lasse los und fange wieder von vorne an.“ Das sind also ein paar Aspekte, wie wir mit Misserfolgen umgehen können. Ich will euch auch noch einen einfachen Aspekt nennen, das ist, ein Mantra verwenden. Ein Mantra, um Misserfolge umzuwandeln, ist „Om Sharvanabhavaya Namah“ oder noch einfacher „Sharavanabhava“. Wir können es gerade mal zusammen sagen, „Sharavanabhava, Sharavanabhava, Sharavanabhava“. Und jetzt mit Enthusiasmus, „Sharavanabhava, Sharavanabhava“. Ihr kennt es vom Jaya Ganesha, „Sharavanabhava Sharavanabhava Sharavanabhava Pahimam Subrahmanya Subrahmanya Subrahmanya Rakshamam“. Also, es ist ein Mantra, wenn man sich was vorgenommen hat, Hindernisse kommen, Erfolge kommen, geht man durch. Klingt auch so, „Sharavanabhava“. Man kann es einfach sprechen, „Sharavanabhava“. Oder du kannst natürlich wie im Jaya Ganesha singen, „Sharavanabhava Sharavanabhava Sharavanabhava Pahimam Subrahmanya Subrahmanya Subrahmanya Rakshamam“. Aber so wie ein Kampfausdruck, „Sharavanabhava“, jetzt erst recht. Aber das Sharavanabhava drück auch noch aus, zum einen selbst Willenskraft zu haben, andererseits aber auch, um Gottes Segen zu bitten. Denn Sharavanabhava ist auch ein Name von Gott, eben in dem Aspekt, der uns hilft, wenn es schwierig wird, weiterzumachen. Genauso auch, gestern war ja auch die Frage, wenn man nicht weiter weiß, was man als nächstes machen will. Es gibt auch ein Mantra, um dort dann Intuition zu bekommen und das nennt sich dann Saraswati. Da würde man allerdings sagen, „Jaya Saraswati“ oder wer das ganze Mantra kennt, „Om Aim Saraswatyai Namah“. Aber was ihr jetzt schon öfters gesungen habt, einfach, „Jaya Saraswati“. Weicher auch sagen, „Jaya Saraswati“. So wie die Frage, „Das habe ich gemacht, das hat nicht funktioniert, wie kann ich es anders angehen?“ So Punkt 4 und Punkt 7, die richtigen Mittel finden oder auch wie, einen offenen Geist zu bewahren. Man kann auch sagen, „Mein Wille ist stark, rein und unbesiegbar. Ich vermag alles durch meinen Willen. Ich habe einen unüberwindlichen Willen.“

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminar bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“

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Um Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung zu erreichen ist es wichtig, wenn etwas nicht funktioniert rote Flagge zu setzen, und dann schellst möglich in Ordnung bringen.

Vielleicht auch noch etwas, solche Urteile umzuformulieren, ist fast mein tägliches Brot. Immer wieder kommen Menschen zu mir, wenn etwas nicht funktioniert. Menschen kommen selten zu mir, wenn etwas funktioniert. Vielleicht stimmt selbst das nicht so ganz, durchaus, ich kriege ja auch jeden Tag Emails und die Mehrheit sind durchaus Lob-Emails, die werden dann aber von meiner damaligen Sekretärin Rukmini, gleich verschoben, irgendwo in „Sukadev zur Kenntnisnahme“. Und so einmal die Woche gucke ich die mir durch und manchmal freue ich mich dann darüber, eigentlich freue ich mich dann immer darüber. Aber angenommen, dort sagt irgendjemand, irgendetwas funktioniert nicht, dann wird das nicht verschoben in „Sukadev zur Kenntnisnahme“, sondern das wird als ungelesen im Posteingang mit roter Flagge markiert und wenn ich nach zwei Tagen immer noch nicht reagiert habe, wird es ausgedruckt, auf meine In-Bock gelegt und wenn ich selbst dann nicht reagiere, wird es mir auf meine Tastatur gelegt. Und so sind diese Dinge, die nicht funktionieren, sehr viel mehr… Manchmal werden die dann so formuliert, vielleicht nicht mit Email, aber mündlich höre ich dann, „In der Seminarplanung funktioniert nichts.“, endgültig, allgemein. Und dann hake ich mal nach, „Worauf bezieht sich das?“ „Letzte Woche am Dienstag um 16:15 Uhr wurde zweimal der gleiche Yogaraum für zwei verschiedene Yogastunden eingeteilt.“ Also muss man das als Feedback geben. Ich kann jetzt nicht der Seminarplanung ein Feedback geben, „Mir wurde mitgeteilt, bei euch funktioniert nichts.“ Manchmal, wenn ich nicht selbst die Zeit habe, sage ich, „Jemand hat eine Anregung für euch, fragt ihn mal, was dort irgendwie schief gegangen ist.“, also spezifisch. Und natürlich die anderen, wenn man es mal umrechnet, wir haben durchschnittlich am Tag 100 Veranstaltungen, vielleicht auch nur 60, das mal sieben, kommt man auf 500 bis 600 Veranstaltungen. Nehmen wir an, es waren 500 in einer Woche, hatten 499 die korrekten Yogaräume zugeteilt bekommen und eine nicht. Das wäre jetzt nicht spezifisch. Oder irgendjemand erzählt mir, „Ich erreiche euch am Telefon nie.“ Also muss ich jetzt herausfinden, nie, kann nicht sein. Ich sehe nämlich ständig Leute an der Rezeption. Oder, „Euch erreicht man nie.“ Ich sehe ständig Leute, die telefonieren an der Rezeption. Also gehe ich dann zur Bereichsleiterin, sie soll sich mal eine Statistik ausdrucken lassen in unserem Telefoncomputer: Wie viel Prozent der Telefonate kommt an? Wie viele kommen nicht an? Wann sind die großen Probleme. Wo müssen wir es verbessern? Natürlich ist dann noch die Frage, „Wann hast du denn telefoniert?“ „Letzte Woche.“ Oder irgendjemand sagt mir, „Yoga Vidya ist unfreundlich geworden.“ Was muss ich dann machen? „Mit wem hast du wann über was gesprochen?“ Denn Yoga Vidya ist nicht unfreundlich geworden, unsere Mitarbeiter sind im Gegenteil sehr freundlich und wenn ich dort Konversationen überhöre, sind die meistens freundlich, schon deshalb, weil, wer bereit ist, auf viel Geld zu verzichten, um in einer spirituellen Gemeinschaft zu sein, will Menschen dienen und dem geht es darum, Menschen zu helfen. Die Einstellung ist so. Aber manchmal vergreift sich auch jemand im Ton, dann ist es wichtig zu wissen, in welchem Kontext, wann und wie und dann kann man überlegen, „Gut, er hat mal einen schlechten Tag gehabt.“, ich entschuldige mich einfach und belästige jetzt den einen Menschen nicht, der vielleicht noch dazu jetzt gerade in einer schwierigen Situation ist. Und im anderen Kontext, muss ich dann sagen, muss ich eingreifen. Das kennt ihr sicherlich auch in eurem Arbeitskontext, das könnt ihr aber auch im Privatleben machen.

 

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminar bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“

Dieser Blog Eintrag ist natürlich nur als Inspiration gedacht. Um Yoga und insbesondere Raja Yoga richtig zu lernen, ist der Besuch in einer Yogaschule oder in einem Yoga Zentrum am besten geeignet.
Gerade die Yoga Vidya Zentren bieten viel Kurse in Yoga, Meditation, Ayurveda an,  sowohl vom standpunkt der Gesundheit aus gesehen als auch für Persönlichkeit und Spiritualität.

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