Höchstes Ziel im Yoga ist die Selbstverwirklichung

Also, sehr viel hängt davon ab, von unseren Zielen und etwas wirklich wollen und da ist natürlich zuerst mal die Frage, „Wie kommen wir zu Zielen?“ Und da gibt es natürlich eine Reihe von Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, um Führung zu bitten, sei es unser höheres Selbst, unser Unterbewusstsein oder Gott oder die kosmische Energie, je nachdem was für einen Bezug wir dazu haben. Und besonders hilfreich ist es, das zu tun vor oder nach Entspannungstechniken. Eine zweite Möglichkeit ist, sich vorzustellen – das gilt insbesondere, wenn wir mehrere Alternativen haben. Z.B. man orientiert sich beruflich neu und weiß jetzt nicht, „Soll ich mich selbstständig machen? Soll ich jetzt nach einem Jobangebot suchen? Soll ich umziehen dafür?“ und man hat vielleicht drei oder vier konkrete Alternativen dort. Besser ist es noch, wenn man nur zwei hätte, das vereinfacht die Sache etwas. Ich sage, etwas. Und dort gibt es eine Möglichkeit, wir stellen uns vor, wir haben es erreicht. Und wenn wir es dann erreicht haben, wenn wir die Vorstellung haben, alles erreicht zu haben, dann könnten wir überlegen, „Wie fühlt sich das an?“ Das ist manchmal auch ein Problem, Menschen rennen nach etwas, ohne zu wissen, was es heißt und nachher beschweren sie sich. Also z.B. angenommen, jemand will ein Top-Schauspieler werden – gut, die wenigsten werden es, aber manche werden es, und nachher beschweren sie sich über den Verlust der Privatsphäre. Wenn man ein berühmter Schauspieler ist, hat man letztlich keine Privatsphäre mehr oder hat eine sehr eingeschränkte. Wenn man das nicht in Kauf nehmen will, dann sollte man besser nicht so danach streben. Oder man kann schauen, dass man auf andere Weise danach strebt. Wenn man sich in alle Aspekte hineinversetzt und dann spürt man, „Will man es oder will man es nicht?“. Das ist also eine Möglichkeit, was man machen kann. Mit Entspannung arbeiten, mit Fragen arbeiten, mit Visualisierung arbeiten. Ich will gerade noch mal alle drei aufschreiben, sodass ihr die euch auch mitschreiben könnt, wenn ihr das nach diesem Seminar fortführen wollt oder auch vielleicht in den Yogastunden noch mal wiederholen wollt, da ist ja auch immer wieder Entspannung da oder auch in der Meditation.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminar bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“

Sieben goldene Regeln des Erfolgs – vom Yogastandpunkt aus

Dieses Seminar hat ja auch eine Seminarbeschreibung, dort steht eine ganze Menge. Dort steht: Konkrete Techniken für größeren Erfolg und höhere Leistungsfähigkeit, für ein Leben in Harmonie mit dem Göttlichen und dir selbst. Übungen zur Kontrolle des Geistes, zur Überwindung von Schüchternheit und Depression, zur Stärkung von Konzentration, Gedächtnis und Willenskraft, für die Entwicklung von Intuition und Kreativität. Das alles an einem Wochenende.

Ich will heute Abend mit etwas beginnen, was wir dann morgen auch etwas weiter ausbauen. Das nenne ich so, die sieben goldenen Regeln des Erfolgs. Und vielleicht hat der ein oder andere das von mir auch schon mal irgendwo gelesen oder gehört. Das sind ein paar einfache Prinzipien, die einem auch helfen, sich irgendwo zu konzentrieren, nicht zu zerfasern, und da gibt es für jeden dieser Aspekte bestimmte Dinge, die wir entwickeln können. Und dann, mit diesen Grundprinzipien des Erfolgs können wir dann auch an die einzelnen Dinge herangehen, die als Themen dort genannt wurden.

Das erste ist, es war ja erst die Frage, „Wie messe ich Erfolg?“ und dazu muss man zuerst mal ein Ziel haben. Man kann sagen, es heißt auch, etwas wirklich wollen. Da fangen die Probleme an, weshalb wir uns damit auch nachher etwas beschäftigen werden. Damit fängt es natürlich an und das ist durchaus etwas Wichtiges. Also erstmal brauchen wir natürlich die Ziele und das fällt schon vielen Menschen schwer.

Der zweite Aspekt ist, davon überzeugt sein. Angenommen, ich fände es ein schönes Ziel, zwei Meter groß zu sein. Das ist sinnlos, ich kann nicht davon überzeugt sein. Davon überzeugt sein, heißt natürlich auch, es muss auch irgendwie realistisch sein, logischerweise. Ich bin jetzt kein Anhänger der Hypothese, „Alles ist möglich.“, ich glaube, dann kommt noch irgendeine Automarke dort hinterher. Bestimmte Dinge sind nicht möglich, mindestens, wenn wir die Beschränkung dieses Lebens akzeptieren und nicht ins nächste Leben gehen und darauf werden wir uns auch in diesem Seminar beschränken. Und wenn ich jetzt sagen würde, „Ich will zwei Meter groß sein.“, gut, ich kann mir Stelzen anschaffen und dann ist das vielleicht auch eine interessante Hypothese. Aber als erstes also, etwas wirklich wollen, davon überzeugt sein, dass man es schafft und natürlich auch, dass es wert ist, das auch zu machen.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminars bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung

Raja Yoga – König sein in seinem eigenen Leben

Und diese ganze Thematik stammt aus einem besonderen Aspekt im Yoga, der nennt sich Raja Yoga. Die meisten von euch haben den Ausdruck schon gehört. Viele von euch haben vielleicht sogar schon das Yoga Sutra von Patanjali gelesen oder sich damit beschäftigt. Eines meiner Bücher heißt ja auch „Das Yoga Sutra des Patanjali“ und dort werden diese Themen auch aufgegriffen. Und das Raja Yoga kommt von dem Ausdruck „Raja“. Was heißt Raja? Raja heißt König, Raja heißt Herrscher. Raja Yoga will uns helfen, Herrscher über unser Leben zu werden. Nicht mehr in der Opferrolle zu sein, auch nicht in der Sklavenrolle zu sein, auch nicht in der Rolle desjenigen, der hin und her geschupst wird, sondern will uns zum Herrscher über unser Leben machen. Aber wir sind nicht in einer Erbmonarchie. Also, die meisten Könige werden wie zum König? Sie sind der älteste Sohn vom vorigen König. Und wenn es keinen Sohn gibt, wird es dann manchmal die Tochter. Und natürlich, Frauen können auch zur Königin werden, das ist sogar leichter gewesen, sie müssen nur den König heiraten. Was aber auch nicht so leicht war, vor allem hing es nicht an ihnen selbst. Diese Form von König ist dort nicht gemeint, sondern mehr, wir müssen uns darum kümmern, König zu werden. So wie natürlich auch dann viele Könige eben nicht durch Erbschaft dort hingekommen sind, sondern sich selbst darum bemühen mussten. Und hier hört es vielleicht auch schon auf mit dem Vergleich, denn  Nicht-Erbkönige haben es ja meistens mit Gewalt geschafft, meistens wurden die zu Königen, die am brutalsten waren und am besten betrügen konnten. So wollen wir das nicht machen, sondern wir wollen es natürlich mit yogischem Ahimsa – Ahimsa, Gewaltlosigkeit – anders ausgedrückt, mit Liebe, lernen, Herrscher über unser eigenes Leben zu werden. Im Ausdruck „Herrscher“ steckt aber auch noch etwas anderes drin. Oft meinen Menschen, Herrscher zu werden heißt, wir würden jeden Moment jeden unserer Gedanken beherrschen. Das ist letztlich nicht damit gemeint, auch wenn vielleicht der selbstverwirklichte Meister dies könnte, wenn er es wollte. Ein guter Herrscher hat auch nicht in jedem Moment jeden seiner Untertanen unter Kontrolle. Stellt euch mal vor, der Herrscher müsste in jedem Moment genau jeden Untertanen beherrschen. Wäre grässlich, oder? Er hätte gar nichts anderes zu tun oder er könnte das niemals leisten. Und so haben wir natürlich eine ganze Menge in uns, das auch von selbst funktioniert und das wir lernen, eben zu steuern. Da gehört der Körper dazu, da gehören die Emotionen dazu, da gehört das Prana dazu, da gehören unsere Gedanken, unsere Talente, die Aspekte unserer Persönlichkeit dazu. Alles hat irgendwo eine Funktion in uns, nur, wenn dort der Kopf fehlt, dann kann es schief gehen. Und so brauchen wir letztlich einen Kopf und der sollen wir selbst werden und damit wollen wir zu Rajas werden, zu Königen. Also, nicht in dem Sinn, dass wir jederzeit jeden Teil von uns unter Kontrolle haben, sondern dass wir insgesamt unser Leben in die Hand nehmen und dass wir die Gesamtheit von uns irgendwie steuern können. Und dann natürlich auch, dann, wenn wir es wollen, die Gedanken zur Ruhe bringen können, um in die Tiefe unseres Selbst hineinzukommen.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminars bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung

Was heißt das -Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung – vom Standpunkt des Yoga aus

Guten Abend und herzlich willkommen zum Seminar „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“.  Ein Seminar, dass beide Aspekte verbinden will, Erfolg im Leben und Erfolg in der Selbstverwirklichung. Und das ist gerade ein Thema, eines der vielen Aspekte des Yoga. Ich weiß, einige der Anwesenden waren schon recht oft bei uns, andere sind, glaube ich, heute zum ersten Mal hier. Ich habe hier so ein Teilnehmerliste, wo draufsteht, wer schon hier war und wer noch nicht hier war. Wir werden auch gleich eine kurze Vorstellrunde machen, dass ich noch mal genauer weiß, wer schon welche Vorkenntnisse hat und das Seminar ist ja angekündigt, es ist geeignet für Menschen mit Vorkenntnissen und auch ohne Vorkenntnisse. Das Thema ist zum einen angelehnt an das Buch, das sich am besten verkauft hat von Swami Sivananda, viele von euch kennen das, „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“. In der englischen Urausgabe heißt es sogar noch etwas akzentuierter, „Sure ways for success in life and God-realization.“ Und dort steht dann auch „God-realisation“, also, sichere Wege für Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung. Im Deutschen muss man das alles ein bisschen sanfter formulieren. Inder neigen eher zur Übertreibung, die Deutschen eher zu etwas Understatement und so heißt es dann auch Selbstverwirklichung und nicht Gottverwirklichung. Natürlich ist klar, im Yoga, wenn wir über Selbstverwirklichung sprechen, ist nicht das gemeint, was heutzutage in der Populärpsychologie meistens unter Selbstverwirklichung verstanden wird, auch wenn eben das Konzept des Yoga beide Formen von Selbstverwirklichung einschließen. Die so genannte humanistische Selbstverwirklichung heißt ja, so ein bisschen herausfinden, was man eigentlich will, es heißt, Mut, zu sich selbst zu stehen, zu haben, es heißt auch, seine Talente zum Vorschein zu bringen, heißt auch, dass wir uns bewusst sind, vieles ist in uns angelegt und Leben ist letztlich ein dynamischer Prozess und kein statischer. Das ist, man kann sagen, noch mal ein Zwischenstadium. Und das ist auch mit eingeschlossen und da halte ich den Ausdruck „Selbstverwirklichung“ in seiner Doppeldeutigkeit dem Thema sehr angenommen. Es geht also um beide Formen der Selbstverwirklichung, auch wenn in der englischen Ausgabe Swami Sivananda dort geschrieben hat, „God-realization“. Also, es geht um die eine und die höhere Form der Selbstverwirklichung. Das heißt, das zu finden, was jenseits des Körpers ist, jenseits des Denkens ist, jenseits der Persönlichkeit, das reine unsterbliche und ewige Selbst. Auch dort will uns Yoga hinführen.

Niederschrift eines Mitschnittes eines Yoga und Meditation Seminars bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung

Neue Artikel Serie Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung – mit Yoga und Meditation

Demnächst beginnt hier im Yoga und Meditation Blog eine Artikel Serie zum Thema: „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung“. Du erhältst da eine ganze Menge Tipps.

Diese sind Niederschriften von Mitschnitte eines Yoga und Meditation Seminars bei Yoga Vidya mit Sukadev Bretz zum Thema „Erfolg in Leben und Selbstverwirklichung

Was ist Yoga?

Was ist Yoga? Auf diese Frage gibt es eine Menge an möglichen Antworten…

Yoga heißt Einheit. Yoga heißt Vereinigung. Yoga heißt Leben in Harmonie. Yoga ist ein Gesundheitssystem, das in Indien entstanden ist und seine Wirksamkeit auch im Westen gezeigt hat. So gibt es eine Menge von verschiedenen Definitionen von Yoga. Und für jeden heißt Yoga letztlich etwas anderes. Auf den Yoga Vidya Seiten gibt es jetzt ein neues sehr schönes Yoga Anfänger Portal – da findest du jede Menge Antworten, und auch gleich jede Menge Anleitungen. Und das beste: Du kannst es auch gleich ausprobieren.

[youtube=https://www.youtube.com/watch?v=-Y-Qp0Xy6PM]