Yoga in Hamburg

Yoga Hamburg – zwei Begriffe, die gut zusammenpassen. Yoga hat in Hamburg eine lange Tradition: Schon Swami Vivekananda soll in Hamburg Yoga Vorträge gehalten haben – mindestens soll er sich mit Paul Deussen getroffen haben. Paul Deussen war ein großer Indologe, der sich auch selbst als spiritueller Aspirant verstand. Yoga Vidya hat ja einige der Upanishaden-Übersetzungen von Paul Deussen unter dem Begriff „Klassische Upanishaden“ neu verlegt.

Schon in den 70er Jahren gab es in Hamburg einige Yogaschulen. Hamburg war, neben München, damals heimliche deutsche Yoga-Hauptstadt.

Hamburg als Freie und Hansestadt verbindet vielleicht einiges, was zur Offenheit für Yoga, Meditation, Ayurveda und Spiritualität dazu gehört:

  • Eine Hansestadt ist eine Kaufmannsstadt. Kaufleute verbinden Kulturen und Völker. Eine Handelsstadt ist typischerweise offen für viele Einflüsse -und sieht im Andersartigen eher Chancen als Bedrohungen. So ist es für einen Hamburger nichts Außergewöhnliches, sich für etwas Indisches zu interessieren, und einfach mal YOga auszuprobieren.
  • Gerade eine Stadt, die auf Seehandel spezialisiert ist, hat eine weite Perspektive, denkt in größeren Dimensionen – und was könnte es Größeres geben als letztlich Yoga

Yogameister sagen: Schüchternheit ist ein großes Hindernis auf dem Weg des Erfolgs, entwickle Mut und Disziplin

Auch hier kann ich sagen, aus meiner eigenen Erfahrung, auch das musste ich zweimal in meinem Leben machen, auf ein Frühstück verzichten. Ich bin einer, der isst gerne und Essdisziplin ist auch Teil meines Lebens. Die mich seit ein paar Jahren kennen, verstehen, was ich dort gerade sage. Und da war es durchaus etwas, mein Unterbewusstsein will essen. Wenn ich dann sage, „Ansonsten gibt es nichts zu Essen.“, da macht mein Unterbewusstsein mich lieber um 06:31 Uhr wach. Ich kann euch dort auch noch eine kleine Anekdote erzählen, Anekdoten helfen manchmal, dass man selbst motiviert ist. Als ich meine Yogalehrerausbildung gemacht hatte, das war so eine 4-Wochen-Intensivausbildung in Amerika, da gab es so was noch nicht in Deutschland und dort war ich verantwortlich zum Wecken. Und nach zwei Tagen ist mein Wecker kaputtgegangen. Und ich war erstens schüchtern, zweitens konnte ich nicht viel Englisch. Ich habe mal einen gefragt, ob er mir den Wecker leihen könnte. Ich musste nämlich dort den Weckdienst machen. Das war nicht so wie hier, wo jeder seinen eigenen Wecker hat oder Wecker an der Rezeption bekommen konnte, sondern man musste dort um 05:15 Uhr aufstehen, dass man um 05:30 Uhr dann klingeln konnte. Oder ich bin meistens noch ein bisschen früher aufgestanden, damit ich noch Pranayama machen konnte. Jetzt war der Wecker kaputt, ich habe den ersten gefragt und er hat gesagt, er braucht ihn selbst. Und damals war ich halt erstens schüchtern und zweitens habe ich jetzt schon eine Ablehnung gekriegt, da habe ich gedacht, „Gut, ich mache es dann weiter mit meinem inneren Wecker.“, das hat dann auch geklappt. Und dann ging es noch weiter, dann ist meine Armbanduhr auch ausgefallen. Und so habe ich dann tatsächlich die vollen nächsten drei Wochen jeden morgen um 05:30 Uhr die Glocke geklingelt, obgleich ich keinen Wecker hatte und es hat auch genau gestimmt, es hat alles dann gepasst. Nur einmal hat es nicht geklappt. Da war irgendwo bunter Abend und anschließend gab es Schokoladenkuchen oder Karokuchen oder so etwas, und da habe ich es verpennt und wurde dann auch geschimpft. Da war fast so ein militärischer Stil dort. Wir sind dort doch etwas freundlicher, aber es hat auch was für sich. Also, wir können uns diese Befehle geben. Und dann können wir noch weitergehen und können sagen, „Bitte liebes Unterbewusstsein, lass mich um 06:31 Uhr aufwachen und gib, dass ich dann voller Positivität, Licht und Kraft sein werde.“ Und dann habt ihr immer noch ein paar Minuten und in der Zeit könnt ihr jetzt Affirmationen machen. Sei es, „Ich freue mich darauf, bald mutig zu sein.“, „Ich bin morgen voller Kraft und Energie.“ oder „Ich freue mich, das und das zu erreichen.“ Also irgendeine dieser Affirmationen, von denen ihr auch noch ein paar mehr heute Morgen kennen lernt, wo ihr ja auch schon eine ganze Menge kennt. Und dann, wenn ihr dann immer noch Zeit habt, bis ihr einschlaft, könnt ihr eine Tiefenentspannungstechnik machen. Statt Affirmationen könnt ihr natürlich auch ein Gebet sprechen, wenn euch so etwas leichter fällt.

Entwickle deine Willenskraft durch Yoga und Meditation

Dann, Aufwachen. „Bitte liebes Unterbewusstsein, lass mich um 06:31 Uhr aufwachen.“ Meine Empfehlung ist, stellt dann den Wecker auf 06:35 Uhr, denn, wenn ihr ihn nicht stellt und an euer Unterbewusstsein noch nicht so richtig glaubt, dass es das kann, dann wird es euch passieren, dass ihr alle zwei Stunden aufwacht, aber nicht um 06:31 Uhr. Die Angst – haben wir ja schon öfters gehabt – hindert uns daran. Aber wenn ihr also wisst, notfalls habe ich das Backup vom Wecker und dann könnt ihr sagen, „Bitte, lass mich um 06:31 Uhr aufwachen, dann wird typischerweise das Unterbewusstsein euch um 06:31 Uhr aufwachen lassen. Und das Schöne daran ist, das Unterbewusstsein wird auch die Schlafzyklen so anpassen, dass, wenn ihr dann um 06:31 Uhr aufwacht, dass dann ein Schlafzyklus auch zu Ende ist. Und dann wacht man typischerweise viel wacher auf. Jetzt etwas, was nur für eine Minderheit für euch geeignet ist, will ich auch noch sagen, aber ich will es erwähnen. Jemand, der grundsätzlich ein freundliches Verhältnis zu sich hat, der kann auch etwas anderes machen. Das muss man wollen und das geht auch nur für Menschen, die grundsätzlich so eine gewisse Freundlichkeit gegenüber sich haben. Jemand, der erst noch daran arbeiten muss, sich selbst zu mögen, der lässt diesen Teil. Seid ihr alle gespannt, was das ist? Man kann seinem Unterbewusstsein auch drohen. Also, man kann seinem Unterbewusstsein sagen, „Bitte liebes Unterbewusstsein, lass mich in drei Minuten einschlafen. Wenn ich in fünf Minuten noch wach bin, dann werde ich mich dreißig Minuten lang bewegungslos hinsetzen, in eine Lage, die nicht angenehm ist.“ Und dann, wenn ihr nach fünf Minuten feststellt, ihr seid immer noch wach, was muss man jetzt machen? Dann müsst ihr euch auch aufsetzen und dreißig Minuten bewegungslos sitzen. Und dann legt ihr euch wieder hin und sagt wieder dem Unterbewusstsein, „Bitte liebes Unterbewusstsein, lass mich in fünf Minuten einschlafen. Wenn nicht, noch mal dreißig Minuten bewegungslos sitzen.“ Ich will ganz ehrlich sein, so habe ich es gepackt, alle Einschlafschwierigkeiten dauerhaft zu überwinden. Ich musste nur ein einziges Mal in meinem Leben das zweimal hintereinander machen, dreißig Minuten in einer unbequemen Haltung zu sitzen, seitdem kann ich auf Kommando einschlafen. Und sogar nicht nur im Bett, ich kann es auch im Auto, ich kann es auch im Zug. Wenn ich das meinem Unterbewusstsein so sage, dann macht es das, von bestimmten Ausnahmen abgesehen. Wenn ich irgendwann am nächsten Tag im Fernsehen bin oder sonst irgendwas ist oder wenn ich aus einem anderen Grund doch irgendwie aufgeregt bin und das erlaube ich dann auch meinem Unterbewusstsein. Da bin ich dann auch ein bisschen freundlich. Und genauso auch, morgens, beim Aufwachen, kann man sagen, „Und wenn du um 06:34 Uhr noch nicht aufgewacht bist, dann gibt es kein Frühstück.“

Einer der wertvollsten Übungen für Erfolg ist neben der Meditation, die Tiefenentspannung.

Techniken wirken selbst dann, wenn ihr sie nicht so ganz mitkriegt. Auf einer unterbewussten Ebene erreichen uns Affirmationen sogar, wenn wir sie gar nicht mitbekommen. Man weiß z.B., es gab mal so ein Experiment, in Kinofilmen wurde dort zwischendurch so Eis eingeblendet und zwar nur ein oder zwei – weiß jemand, wie oft ein Bild gezeigt werden muss, pro Minute typischerweise? 60 Mal. Und irgendwie, wenn man nur eins dann pro Sekunde reinblendet, kriegt das Bewusstsein gar nichts davon mit. Aber in dem Kino, wo halt einmal pro Minute einfach nur ein Bild von Eis gekommen ist, haben die Leute dreimal so viel Eis in der Pause gekauft, wie in den anderen. Es heißt zwar, dass das heute nicht mehr gemacht wird, weil das eben als manipulativ gilt und dann die Menschen so intelligent sind, in solche Kinos nicht zu gehen, wo man das weiß und inzwischen gibt es ja auch – ist zwar eigentlich verboten – viele, die mit irgendwelchen Videokameras sich das anschauen und so wird das vermutlich nicht gemacht. Aber das soll einfach zeigen, das Unterbewusstsein wird davon beeinflusst. Und auch allgemein ist es eine gute Sache, jeden Tag eine Tiefenentspannung zu machen. Viele von euch üben ja Yoga täglich und dann gehört die Tiefenentspannung dazu, aber selbst die, die vielleicht nicht die Zeit oder die Inspiration haben, jeden Tag zu üben, die können mindestens die Tiefenentspannung auch üben. Man kann die Tiefenentspannung besonders gut machen, entweder in der Mittagspause oder wenn ihr von der Arbeit nach Hause kommt, je nachdem, wann eure Arbeitszeiten sind. Es ist bei vielen bekannt, es gibt so das Frühnachmittags-Müdigkeitssyndrom. Was machen die meisten Menschen dagegen? Kaffee trinken. Mag auch wirken und Kaffee scheint noch nicht mal so ungesund zu sein, wie irgendwann mal gedacht. Aber es gibt eine andere Technik, die eigentlich natürlicher ist, das ist die Tiefenentspannung. Eigentlich ist nämlich der Mensch dazu gedacht, dass er in der Mittagspause schläft. In den Tropen oder Subtropen, wo der Mensch herkam, da war es zwischen 13:00 und 15:00 Uhr so warm, da war es am klügsten, der Mensch zieht sich an ein schattiges Plätzchen zurück und schläft. Zwei Stunden schlafen wird vermutlich kaum jemand von euch heute können, aber das Schöne ja an Tiefenentspannung ist, dass man da innerhalb von ein paar Minuten eine sehr gute Regeneration hat. Also dort, 5 bis 15 Minuten können schon ausreichen. Das kann man im Liegen machen, das kann man auch im Sitzen machen. Manche machen das dann auch im Sitzen so, dass sie die Hände auf den Schreibtisch tun und die Stirn dort drauf. Man kann ja dort das Büro abschließen, „Bitte nicht stören!“. In manchen amerikanischen Firmen werden die Mitarbeiter sogar dazu ermutigt.

Murugan – Gott des Mutes und der Kraft

Heute ist Skanda Shashti – der Feiertag von Murugan. Murugan hat viele Namen – Karthikeya, Sharavanabhava, Subrahmanya, Skanda, Shanmuga. Er wird vor allem in Südindien, insbesondere in Tamil Nadu, aber auch in Kerala, verehrt.

Murugan steht für jugendlichen Enthusiasmus. Er steht für einpünktige Konzentration. Die Geschichte seiner Inkarnation ist zugleich faszinierend und inspirierend – humorvoll und dramatisch.

Du kannst daruüber lesen in der erneuteren Murugan Seite auf den Yoga Vidya Internet Seiten.  Dort findest du Photos von Murugan, viele interessante Links, eine Murugan Dia-Show, Mythen über Murugan aus der Feder von Swami Sivananda und vieles mehr.

Vel Vel Muruga – Harohara Harohara Hara Harohara

Heute am 9.11.1993 hat Swami Vishnu-devananda, Schüler von Swami Sivananda, Gründer der Sivananda Yoga Vedanta Zentren im Westen, großer Yogameister, Mahasamadhi erreicht.

Der Begründer der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren, Swami
Vishnu-devananda, war eine weltbekannte Autorität auf dem Gebiet des
Hatha und Raja Yoga. Wegen seiner verschiedenen Friedensmissionen auf der ganzen
Welt war Swamiji auch als der „Fliegende Swami“ bekannt.

Bevor er den Yoga entdeckte

Swamiji wurde 1927 in Kerala, Südindien, geboren. Eine seiner
Hauptcharaktereigenschaften als kleines Kind war ein starker Wille und
Entschlossenheit. Seine Mutter, heute bekannt als Mataji, die später von
Swami Sivananda Sannyas (Gelübde der Entsagung) annahm, sagte dass wann auch
immer ihr Sohn etwas wollte, nichts und niemand ihn aufhalten konnte. Eine
interessante Anekdote berichtet davon, wie er als fünfjähriger Knirps
den starken Wunsch hatte, zur Schule zu gehen und zu lernen. Als man ihm
sagte, dass dies nicht möglich sei, weil die nächstgelegene Schule mehr als
fünf Meilen entfernt sei, kümmerte sich das Kind selbständig darum, zu packen
und begab sich früh am nächsten Morgen auf den fünf Meilen langen Fußweg
durch den Dschungel. Er lief am Abend zurück und fuhr fort, das Gleiche für viele
Jahre zu tun.

Nächster Schritt: Bewußtsein der eigenen Werte und „Was steckt dahinter?“ Auch dies ist ein wichtiger Punkt im YOGA – Stärkung des Selbstwertgefühls.

Der zweite Schritt wäre dann – der muss getrennt sein vom ersten – eine gewisse Beurteilung und zwar an zwei Kriterien, den eigenen Werten und „Was steckt dahinter?“ Natürlich könnte man sagen, da müsste man sich erstmal seiner Werte bewusst werden, das könnte man auch noch vorher machen. Manchmal wird man sich aber auch dadurch im Klaren, welche Werte man hat, wenn man das jetzt beurteilt. Also angenommen, man hat das intensive Gefühl, man will jemand anderes eins auswischen, dann würde man das im Brainstorming auch aufschreiben. Und selbst, wenn man einen ganz üblen Gedanken hat, selbst den würde man aufschreiben. Dann müsste man das natürlich überprüfen anhand der eigenen Werte. Und gestern hatte ja eine Frau gesagt – die jetzt nicht da ist, weil sie nicht an dem Wochenende wirklich teilnimmt, sondern mithilft in der Broschürenaussendung – die hatte so gesagt, ihr Wert ist Ahimsa, nicht Verletzen. Und viele von euch sind mit Yoga vertraut und alle wissen, dass Gandhi die Gewaltlosigkeit gepredigt hat. Das ist ein allgemeiner Wert, den wir im Yoga haben, wir wollen nicht anderen Menschen schaden. Ahimsa ist nicht Verletzen oder Gewaltlosigkeit. Ich mag den Ausdruck „nicht Verletzen“ besser, der klingt nicht so gewalttätig. Und dann würde man überlegen, „Was steckt dahinter?“ und da steckt z.B. dahinter: Ein Mensch ist mir wichtig und wir haben eine Auseinandersetzung, was steckt dahinter? Einer meiner Dinge, die ich will, ist, mit dem besser auszukommen oder unsere Beziehung zu klären. Und das wäre ja dann etwas, was dann tatsächlich ein konkretes Ziel ist. Also, aus diesem Brainstorming und dieser Beurteilung kommen dann bestimmte konkrete Möglichkeiten. Und danach kann man auch noch mal fragen, „Will ich es wirklich?“ Und dann kann man wieder diese Technik benutzen. „Wie fühlt es sich an, wenn ich es erreiche?“ und eventuell, „Wie fühlt es sich an, wenn ich der Sache nachgehe und es geht schief?“ Und der letzte Schritt wäre, Prioritäten setzen und schriftlich – das ist vor allen Dingen wichtig – festhalten. Und das kann dann sehr konkret sein. Man kann sagen, „Das will ich jetzt gleich angehen.“ Und der vierte Schritt wäre dann, Zeitplan.